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Der Experte als Projektleiter

Im Projektmagazin war neulich die Überschrift und provokante These »Projektmanager brauchen keine Branchenkenntnis!« zu lesen. Vermutlich diskutiert der Artikel die Aussage differenzierter (leider ist er nicht öffentlich zugänglich und deshalb hier nicht verlinkt), denn so plakativ ist das natürlich grober Unfug. Ebenso wie das andere Extrem: Der beste Fachexperte ist automatisch der geeignete Projektleiter. Wie immer kommt es auf das rechte Maß an.

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Stabilität und Veränderung

Die Kunst des Projektmanagements besteht zu einem maßgeblichen Teil darin, Vorgehensweise, Methoden und Werkzeuge auf die jeweilige Projektsituation zuzuschneiden und kontinuierlich zu optimieren. Die Frage wie agil es sein darf und sein muss ist dabei eine ganz zentrale und hängt nicht zuletzt von der erwarteten Stabilität der Anforderungen ab. Meist darf es aber dann doch nicht so agil sein, wie es bei ehrlicher Betrachtung dieser erwarteten Stabilität sein müsste.

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Chief Excel Officer

Nennen wir die Dinge doch beim Namen. Als Projektmanager verbringe ich viel Zeit mit dem Verwalten von Tabellen. Ich bin der CEO des Projekts, der Chief Excel Officer. Neben dem zynischen Fatalismus angesichts der Verwaltungsorgien in so manchen Projekten und Organisationen, sehe ich aber auch den ganz pragmatischen Nutzen: Wenn ich nur ein Werkzeug im Projekt benutzen dürfte, wäre das tatsächlich Excel.

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Was fehlt: agile@school

Gelegentlich habe ich die Ehre, im Rahmen der Initiative Informatik studieren! der Ernst Denert Stiftung für Software Engineering als Informatikbotschafter Gymnasien in und um München zu besuchen. Ziel der Besuche ist es, Schülerinnen und Schüler über die vielfältige Tätigkeit eines Informatikers in der Praxis zu informieren und sie so für ein Informatikstudium zu gewinnen, um damit dem allgegenwärtigen Fachkräftemangel in der IT entgegenzuwirken. Nebenbei gewährt mir das auch Einblick in den Zustand bayerischer Gymnasien im Allgemeinen und die Lehrpläne der Informatik im Besonderen. In unschöner Regelmäßigkeit desillusionieren und betrüben mich diese Besuche aber. Die Verwahrlosung der Gebäude und des Lehrmaterials korrespondiert leider recht gut mit den überkommenen Inhalten.

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Und hinter tausend Projekten keine Welt

Wir leben in Zeiten in denen es »normal ist, dass vieles anders ist und immer schneller anders wird« (Karl-Heinz Geißler). Träge Märkte mit effizienten Prozessen managen, die Stabilität planen und verwalten, das alles war gestern. Und kommt vielleicht wieder übermorgen. Heute ist Veränderung. Also machen wir Projekte. Viele davon. Mir ist als ob es tausend Projekte gäbe und hinter tausend Projekten keine Welt.

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Die Brandstifter

Meine Entrüstung scheint nun doch zur Gewohnheit zu werden. Leider. Keine Woche nach dem De-Mail Debakel macht nun die Deutsche Telekom ernst mit ihrer schon länger angekündigten Umstellung der Breitbandtarife. Die Flatrate wird de facto abgeschafft. Nach Verbrauch eines Volumens von 75 GByte (bzw. 200 GByte ab VDSL 50), soll die Geschwindigkeit gedrosselt werden auf lächerliche 384 kBit/s. Auch wenn diese versteckte Preiserhöhung einigermaßen ärgerlich ist, skandalös ist etwas anderes. Nicht angerechnet auf das Volumen wird nämlich die Nutzung von Entertain (IPTV), also dem Fernsehen via Internet über die Telekom. Damit wird erstmals die die sogenannte Netzneutralität im großen Stil verletzt, weil der Transport der Daten mit zweierlei Maß gemessen wird.

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Das De-Mail Debakel

Es muss schon einiges passieren, dass ich hier über politische Themen schreibe. Die Plagiatsposse um Guttenberg war so ein Fall. Das Leistungsschutzrecht wäre auch so ein Fall gewesen, aber da wurde ohnehin schon viel Gutes und Wahres geschrieben. Was sich unsere Volksvertreter nun bei De-Mail erlaubt haben und immer noch erlauben, ist allerdings so grotesk, dass mir beinahe die Worte fehlen. Ich bin enttäuscht von der Ahnungslosigkeit mit der hier Gesetze gemacht werden und frage mich, ob das bei anderen Gesetzen besser ist oder ob ich nur den Sachverhalt hier besser verstehe als Informatiker. Naiv wie ich bin, dachte ich bisher, wir hätten die Fähigsten mit der Führung des Staates betraut. Die einzige Fähigkeit die ich zu erkennen vermag, ist das Streben nach Macht und persönlichem Vorteil.

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openpm ein jahr

Ein Jahr openPM

Vor genau einem Jahr, am 2. April 2012, starteten starteten wir openPM. Weil wir über Projektmanagement diskutieren wollten und immer noch wollen. Weil wir den freien Austausch von Projektarbeitern auf Augenhöhe schätzen. Über Verbandsgrenzen und »Glaubensrichtungen« hinweg. Weil sich Wissen vermehrt, wenn man es teilt. Weil wir Lust auf dieses Experiment haben. Weil wir es können. Weil die Zeit reif ist. Die Gründe sind so vielfältig wie die Menschen. Von dieser Vielfalt und dem wertschätzenden Umgang damit lebt openPM. Wir glauben, dass dem professionellem Projektmanagement eine Schlüsselrolle in unser Gesellschaft zukommt und zukünftig noch mehr zukommen wird. Diese Entwicklung wollen wir aktiv unterstützen durch einen Austausch auf Augenhöhe und durch gemeinschaftlich erarbeitetes, qualitativ hochwertiges und frei nutzbares Wissen rund um das Thema Projektmanagement.

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scrum

Scrum: Produkte zuverlässig und schnell entwickeln

Der Begriff Scrum ist hierzulande sehr eng mit dem Namen Boris Gloger verbunden. Nicht zuletzt wegen seines Buches »Scrum. Produkte zuverlässig und schnell entwickeln«, das seit kurzem in der vierten und vollständig überarbeiteten Auflage vorliegt (Amazon Affiliate Link). Wer eine gute und umfassende Einführung zu Scrum mit vielen Beispielen sucht, ist mit diesem Buch gut beraten. Aber auch dem erfahrenen Projektmanager und Scrum Master bietet das Buch einige weiterführende Themen und neue Ideen beispielsweise zur Skalierung von Scrum für große Projekte oder Organisationen.

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