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Anpassungsschmerzen im Großkonzern

Mehr als einmal wurde ich 2015 nach meinem Wechsel von dem kleinen, aber feinen Startup esc Solutions zur BMW Group IT gefragt, ob das wirklich mein Ernst sei. Und ehrlich gesagt fragte ich mich das im ersten Halbjahr 2015 auch mehr als einmal. Eine kurze bilderreiche Geschichte über Anpassungsschmerzen im Großkonzern und wie ich dadurch meine Rolle als Organisationsrebell und Hofnarr fand.

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Das Buch zum Manifest für menschliche Führung

Vor einem Jahr veröffentlichte ich hier im Blog die sechs Thesen des Manifests für menschliche Führung. Die Resonanz war umwerfend. Fast 600 Menschen das Manifest seither unterzeichnet, ich hatte unzählige inspirierende Gespräche, Vorträge und Workshops dazu. Und ich habe natürlich über die einzelnen Thesen und Führung im Allgemeinen weiter nachgedacht und geschrieben. Daher nehme ich dieses kleine Jubiläum gern zum Anlass, das Manifest in ausführlicher Form als kleines Buch bei Leanpub zu veröffentlichen.

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Von den Stoikern Gelassenheit lernen

Das Jahr ist noch kein Monat alt und meine Vorsätze sind Makulatur. Ich wollte achtsamer mit meiner Zeit umgehen, mich stärker fokussieren und besser priorisieren. Wie bei so vielen anderen ist mein Kalender voll und unerreichbar scheint die 5-Stunden-Regel, also nach dem Vorbild von Bill Gates oder Warren Buffet fünf Stunden pro Woche in Reflektieren und Lernen zu investieren. Darauf bin ich weder stolz noch will ich mich damit brüsten. Ich nehme es lieber als Anlass für eine kurze Rückbesinnung auf die Erkenntnisse der Stoiker und ihre sprichwörtliche Gelassenheit und Seelenruhe.

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Segeln auf Sicht

Segeln auf Sicht

Bei Agilität denken viele an Methoden wie Scrum im Kleinen, Frameworks wie LeSS im Großen oder an Tools wie JIRA. Diese Sichtweise führt zu vielfältigem Cargo-Kult, also zu kunstvoll zelebrierten Handlungen ohne jegliche Wirkung. Agilität ist in erster Linie eine Frage der Haltung und die heißt Segeln auf Sicht. Während klassische plangetriebene Unternehmen bemüht sind, immer möglichst vollständig zu analysieren, zu planen und dann umzusetzen, stellen sich agile Unternehmen ganz pragmatisch die Frage, was sie hier und heute tun können, um ihr Produkt ein Stück zu verbessern und weiterzuentwickeln.

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Wider die Angstkultur

Der römischen Kaiser Caligula wurde mit seinem Motto oderint, dum metuant (zu dt.: Sollen sie mich doch hassen, solange sie mich fürchten) zum Inbegriff des autokratischen Gewaltherrschers. Von dieser radikalen Sorte gibt es heute glücklicherweise nicht mehr so viele in Politik (obwohl nationalistische und rechtsradikale Tendenzen nichts Gutes verheißen) und Wirtschaft. Dennoch ist Angst in mehr oder weniger subtiler Form das unausgesprochene Leitmotiv in den hierarchischen Strukturen vieler Organisationen mit der absolutistischen Machtfülle ihrer Protagonisten. Und das wider besseren Wissens um die Schädlichkeit dieser Angst für Kreativität und Produktivität.

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