Ständig erreichbar und doch immer abwesend

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Führung
alwayson

Neulich erreichte mich in Zusammenhang mit einer Einladung zu einer eintägigen Veranstaltung der Hinweis, man solle am besten für diesen Tag eine Abwesenheitsnotiz aktivieren. Nun frage ich mich zweierlei: ist es erstens wirklich ein Problem, wenn E-Mails nicht innerhalb von 24 Stunden beantwortet werden und ist der Hinweis zweitens heute wirklich notwendig, damit ungeteilte Aufmerksamkeit herrscht während der Veranstaltung.

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Drei fatale Begründungen für agiles Vorgehen

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Projektmanagement
alarm

Es gibt viele sehr gute Gründe, sich für ein agiles Vorgehen im Projekt zu entscheiden. Zum Beispiel weil man an die Kreativität, Motivation und Eigenverantwortung der Mitarbeiter glaubt. Und weil man der festen Überzeugung ist, dass eine Organisationsform und ein Vorgehen, das auf diese Prinzipien setzt, für das Finden innovativer Lösungen in komplexen Situationen überlegen ist. Oder weil man nicht exakt das Ziel und den Umfang des Projekts kennt, weil man Neuland betritt. Neben diesen und vielen weiteren guten Gründen für ein agiles Vorgehen, gibt es aber auch einige sehr fatale Begründungen, die auf grundsätzliche Missverständnisse zurückgehen und das Vorhaben von Anfang an in Frage stellen.

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Quick-Wins: Schnellschüsse und Querschläger

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Führung
quickwin

Der Zeitforscher Karlheinz Geißler konstatierte völlig zu Recht, dass wir in Zeiten leben, in denen es “normal ist, dass vieles anders ist und immer schneller anders wird”. Die allgegenwärtige Verdichtung unserer Zeit und die daraus resultierende Beschleunigung macht auch vor Projekten keinen Halt. Im Gegenteil: schnelle Ergebnisse sind gefragt mehr denn je. Quick-Wins nennt sich das dann im unvermeidlichen Management-Jargon. Aber sind solche Schnellschüsse tatsächlich immer ein Gewinn?

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Reibung und Verluste

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Führung
157H

Projekte verändern den Status quo im Unternehmen und führen damit unweigerlich zu Reibung. Insbesondere natürlich im Projekt selbst, das aus den verschiedenen betroffenen Parteien besteht und einen Ausgleich zwischen ihnen herstellen muss, wenn es erfolgreich sein will. Solange diese Reibung der gemeinsamen Gestaltung der bestmöglichen Lösung dient, ist sie gewünscht und wichtig. Leider ist das nicht immer so. Die Kunst ist es, notwendige Reibung herzustellen und zuzulassen und diese gleichzeitig von destruktivem Kräftemessen auf dem Spielfeld des Projekts zu unterscheiden.

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Best Practice: organisierte Verantwortungslosigkeit

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Führung / Projektmanagement
doves

Wann immer Projekte nicht optimal laufen oder sogar grandios scheitern, schlägt die Stunde der Apologeten des bedingungslosen Glaubens an Best Practice. „Bewährte, optimale bzw. vorbildliche Methoden, Praktiken oder Vorgehensweisen im Unternehmen“ (Definition: Wikipedia) müssen her, um künftiges Ungemach abzuwenden – so die gängige Logik. Nun ist nichts einzuwenden gegen die Anwendung von bewährten Praktiken, nur eben nicht bedingungslos, blind und dogmatisch, sondern situativ, überlegt und angepasst.

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