Angst und Agilität: Eine schlechte Kombination

Angst

Agilität geht per Definition einher mit einem gewissen Maß an Unsicherheit. Agil bedeutet wendig. Wendig zu bleiben ist aber nur dort sinnvoll, wo das Ziel nicht exakt genug bestimmt werden kann. Es geht der Agilität also in erster Linie um Effektivität und erst danach um Effizienz. Agil vorgehen heißt öffentlich Fehler machen und diese zu nutzen um den Kurs zu korrigieren. Eine von Angst vor Fehlern geprägte Unternehmenskultur und Agilität passen daher nicht gut zusammen.

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Vom Besitzen zum Benutzen

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Die weitaus meiste Zeit stehen Autos ungenutzt herum. Dennoch besitzen die meisten Haushalte eines oder mehrere dieser Stehzeuge. Das Bedürfnis nach uneingeschränkt flexibler individueller Mobilität lässt sich heute nicht anders befriedigen. Entsprechend basieren die Geschäftsmodelle der Autoindustrie darauf, dass jeder ein möglichst großes und möglichst neues Auto besitzen will. Wenn nun aber Autos autonom fahren können, wird individuelle Mobilität zum Dienst, abgerufen nach Bedarf und bedient von einer Flotte autonom fahrender Elektroautos. Eine disruptive Veränderung, die in Deutschland, wo besonders viel vom Auto abhängt, nicht ohne Folgen bleiben wird.

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Selbstorganisation: Wissensarbeiter artgerecht halten

Selbstorganisation

Albert Einsteins Antwort auf die stochastische Theorie der Quantenmechnik lässt sich auf das Bonmot „Gott würfelt nicht!“ verdichten. Ob unsere Welt nun Ergebnis eines (fortwährenden) Schaffungs- und Gestaltungsprozesses oder Ergebnis von Evolution ist, darüber lässt sich freilich trefflich streiten. Vielleicht beschränkte sich Gott ja im der Akt der Schöpfung auch einfach auf die Gestaltung der Evolutionsprozesse. In unseren Unternehmen wird jedenfalls nicht gewürfelt. Vielmehr sind diese in den allermeisten Fällen das klägliche Ergebnis des fortwährenden Versuchs einer bewussten Gestaltung im Gottmodus. Unsere Organisationen ähneln Pyramiden und sind auch geauso wendig. Diese Starrheit ist lebensbedrohlich für die Unternehmen und wenig artgerecht für die heutigen Wissensarbeiter.

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Vertrauen und Kontrolle

Vertrauen Kontrolle

Wissensarbeit basiert auf Vertrauen in die Menschen, ihre Fähigkeiten und ihre Leistungsbereitschaft. In den Prinzipien hinter dem Agilen Manifest heißt es deshalb: „Build projects around motivated individuals. Give them the environment and support they need, and trust them to get the job done.“ Damit gemeint ist aber eher die notwendige Grundhaltung als eine konkrete Aufforderung zum blinden Vertrauen. Vertrauen und Kontrolle schließen sich keineswegs so kategorisch aus, wie das auf den ersten Blick scheinen mag.

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Das zwölfte Prinzip

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Elf der zwölf Prinzipien hinter dem Agilen Manifests sind eher operativer Natur: Eng mit dem Kunden zusammenarbeiten, kontinuierlich ausliefern, regelmäßig den Prozess reflektieren, um nur einige zu nennen. Nur ein Prinzip beschäftigt sich mit der Kultur und der Umgebung, in der die Menschen arbeiten. Dieses zwölfte Prinzip ist aber die entscheidende Voraussetzung für Agilität im Speziellen und ein wichtiger Baustein für die Organisation von Wissensarbeit im Allgemeinen.

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