Kommunikation, Philosophie, Projektmanagement
Kommentare 1

Vertrauen motiviert

Wenn andere Menschen Vertrauen in mich haben und es mir zeigen, bin ich bemüht dem gerecht zu werden. So weit, so selbstverständlich. Unser täglicher Umgang miteinander folgt jedoch zu oft einem Paradigma des Misstrauens, insbesondere in der Arbeitswelt: Arbeitszeiten werden erfasst und kontrolliert, Teile des Gehalts einbehalten und „Incentive“ genannt oder die Internetnutzung am Arbeitsplatz protokolliert, um nur einige Beispiele zu nennen. Wenn jemand Grund gehabt hätte, den Menschen zu misstrauen, dann Viktor Frankl. Er selbst überlebte den Holocaust, verlor in den Konzentrationslagern aber seine Frau und einen Großteil seiner Familie. Den Glauben an das Gute im Menschen hat er dennoch nicht verloren. Im Gegenteil: Im folgenden Video erklärt er, warum es nötig ist den Menschen mit Vertrauen zu begegnen.

Viktor Frankl bringt seine Maxime für den Umgang mit Menschen mit den Worten von Johann Wolfgang von Goethe auf den Punkt:

Wer die Menschen behandelt, wie sie sind, macht sie schlechter.
Wer die Menschen aber behandelt, wie sie sein könnten, macht sie besser.

Der Vortrag ist fast 40 Jahre alt und der Ausspruch von Goethe um die 200 Jahre. Die Wahrheit darin aber zeitlos gültig: Vertrauen motiviert die Menschen, ihr Potential auszuschöpfen, vielleicht sogar über sich hinauszuwachsen. In einer Arbeitswelt, die sich weg von der industriellen Produktion hin zur Arbeit mit Wissen entwickelt, ist mit Kontrolle und Misstrauen ohnehin nichts mehr auszurichten. Vertrauen in Mitarbeiter, Kollegen und Geschäftspartner ist unsere einzige Option.

Weitere Artikel zum Thema

NEU: Das Manifest für menschliche Führung als Taschenbuch.

Taschenbuch Cover Manifest Zum ersten Jahrestag gibt es das Manifest für menschliche Führung nun in ausführlicher Fassung (inkl. Workshop-Format) als Taschenbuch bei Amazon (auch als E-Book erhältlich). Ich freue mich über Rezensionen und viele Empfehlungen an Freunde und Bekannte.

Buch Kaufen

Dir hat dieser Beitrag gefallen? Dieses Blog ist bewusst werbefrei, weil nur der Inhalt zählt. Wenn du deine Wertschätzung für diesen Beitrag zeigen willst, dann teile ihn wo auch immer. Und ich freue mich, wenn du mir einen Kaffee ausgibst! Denn in Anlehnung an das Zitat der Mathematiker Paul Erdős und Alfréd Rényi bin ich als Blogger auch nur eine Vorrichtung, um Kaffee in Artikel zu verwandeln!

Einen Kaffee ausgeben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.