Führung zwischen Autonomie und Stabilität

Auto­no­mie ist das ele­men­ta­re Bedürf­nis jedes Men­schen, selbst­be­stimmt zu leben. Einer­seits. Auto­no­mie bedeu­tet ande­rer­seits Ver­ant­wor­tung und Unsi­cher­heit. Sie wirkt damit dem ele­men­ta­ren Bedürf­nis nach Sicher­heit und Sta­bi­li­tät ent­ge­gen. Die Kunst guter Füh­rung liegt im Aus­gleich zwi­schen Auto­no­mie und Stabilität.

Zuviel Auto­no­mie ver­hin­dert Ziel­stre­big­keit; die ein­ge­setz­te Ener­gie ver­pufft zu gro­ßen Tei­len. Erst durch ihre zeit­wei­li­ge Beschrän­kung, die Fokus­sie­rung auf ein Ziel, moti­viert Auto­no­mie die Men­schen zu Krea­ti­vi­tät und Innovation.

Aber wäh­len Sie den Rah­men nicht zu eng: zuviel Sta­bi­li­tät lähmt. Auto­no­mie heißt Ver­ant­wor­tung und feh­len­de Auto­no­mie führt zur Ableh­nung von Ver­ant­wor­tung; zuviel Sta­bi­li­tät macht aus Men­schen Befehls­emp­fän­ger: Dienst nach Vor­schrift ist die Folge.

Schön auf den Punkt bringt Peter Kru­se in der ers­ten der „8 Regeln für den tota­len Stll­stand im Unternehmen“:

Das rech­te Maß zu fin­den ist schwer. Wie immer. Es erfor­dert Erfah­rung, Empa­thie und Ver­trau­en. Erfah­rung, um erken­nen zu kön­nen, wel­ches Maß unter den gege­be­nen Bedin­gun­gen das rich­ti­ge ist. Empa­thie, um die indi­vi­du­ell ver­schie­de­nen Bedürf­nis­se an Auto­no­mie und Sta­bi­li­tät der ein­zel­nen Men­schen zu ver­ste­hen. Und Ver­trau­en, dass jeder mit der Frei­heit ver­ant­wort­lich umgeht.

Bildnachweis

Das Arti­kel­bild wur­de von von  Abeeeer unter dem Titel “Liber­ty 6″ auf Flickr ver­öf­fent­licht (Bestimm­te Rech­te vor­be­hal­ten).

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