Ceterum censeo: Guttbye!

Nor­ma­ler­wei­se gehört Poli­tik nicht zu mei­nen The­men, aber die Cau­sa Gut­ten­berg ist dann doch zuviel. Das Aus­maß der Pla­gia­te ist für jeden nach­zu­le­sen im Gut­ten­Plag Wiki. Und doch: Herr zu Gut­ten­berg besteht dar­auf, nicht bewusst getäuscht zu haben. Bei Pla­gia­ten auf der­zeit über 70% der Sei­ten und teil­wei­se sei­ten­wei­sen wort­wört­li­chen nicht gekenn­zeich­ne­ten Über­nah­men, eine gewag­te Behauptung.

Es geht mir auch gar nicht so sehr um die Dis­ser­ta­ti­on, die auf gar kei­nen Fall eine sol­che ist – und nie ein sum­ma cum lau­de ver­dient gehabt hät­te. Es geht mir dar­um, wie Herr zu Gut­ten­berg mit den Vor­wür­fen umging und immer noch umgeht: dreist und hoch­mü­tig. Wir erin­nern uns: Anfangs waren die Vor­wür­fe abstrus, dann räum­te er klei­ne Feh­ler ein, um dann den Titel vor­über­ge­hend („ich beto­ne: vor­über­ge­hend“) und schließ­lich gar nicht mehr zu füh­ren. Sicht­lich fas­sungs­los ange­sichts des absur­den Poli­tik­thea­ters, das uns hier gebo­ten wird, spricht Prof. Oli­ver Lep­si­us mir aus dem Herzen:

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