Projektcoaching (06): Lieferergebnisse

Ein Pro­jekt­coach macht Men­schen im Pro­jekt erfolg­reich. Er ist Coach, Bera­ter und Dis­kus­si­ons­part­ner in einer Per­son; er agiert als graue Emi­nenz im Hin­ter­grund. Sein Hand­werks­zeug sind in ers­ter Linie Fra­gen: im Ide­al­fall erkennt oder erar­bei­tet der Anwor­ten­de sich dabei die Lösung selbst. Die The­men sind so viel­fäl­tig wie die Men­schen und ihre jewei­li­gen Rol­len im Pro­jekt: vom per­sön­li­chen Coa­ching des Pro­jekt­lei­ters bis hin zum detail­lier­ten Hin­ter­fra­gen des Risi­ko­ma­nage­ments. In die­ser Arti­kel­se­rie erschei­nen jede Woche fünf typi­sche Fra­gen eines Pro­jekt­coa­ches zu einem aus­ge­wähl­ten The­ma. Die­se Fra­gen geben einen ers­ten Ein­druck von Pro­jekt­coa­ching und regen an zum Nach­den­ken über das eige­ne Pro­jekt und die eige­ne Rol­le dar­in. Das The­ma die­ser Woche klingt banal und wird gera­de des­we­gen oft unter­schätzt oder über­gan­gen: die Ergeb­nis­se des Projekts.

Thema der Woche: Ergebnisse des Projekts

Aus­ge­hend vom Nut­zen des Pro­jekts für den Kun­den und sei­ner Kon­kre­ti­sie­rung in Form von Zie­len müs­sen die Lie­fer­ergeb­nis­se des Pro­jekts defi­niert wer­den. Auch die­ser drit­te Schritt des Pro­jekt­in­itia­li­sie­rung wird lei­der zu oft mit einem „Ist doch alles klar!“ vom Tisch gefegt.

Fünf Fra­gen zu den Lie­fer­ergeb­nis­sen des Projekts

  1. Wel­che Lie­fer­ergeb­nis­se gibt es?
  2. Wie und wo sind die Ergeb­nis­se beschrie­ben? Wer kennt die­ses Dokument?
  3. Wel­chem Nut­zen die­nen die Ergeb­nis­se jeweils?
  4. Für wel­che Ziel­grup­pe sind die Ergeb­nis­se jeweils bestimmt?
  5. Wel­che Arbeits­pa­ke­te las­sen sich nicht direkt einem Ergeb­nis zuord­nen? Warum?

Ähn­lich wie bei den Fra­gen zum Risi­ko­ma­nage­ment haben die Fra­gen zwei Stoß­rich­tun­gen: „Ob” und „Wie”. Also einer­seits, ob über­haupt Lie­fer­ergeb­nis­se defi­niert und abge­stimmt wur­den und ande­rer­seits, wie sie defi­niert, abge­stimmt und in der Pla­nung des Pro­jekts berück­sich­tigt wur­den. Oft wird die­ser schein­bar for­ma­le Schritt – ähn­lich wie die Defi­ni­ti­on der Zie­le – über­sprun­gen. Die Fol­ge sind Arbeits­pak­te und Akti­vi­tä­ten, die kei­ner braucht, einer­seits und ver­ges­se­ne Lie­fer­ergeb­nis­se ande­rer­seits. Damit wird eine der drei grund­le­gen­den Auf­ga­ben eines Pro­jekt­ma­na­gers sträf­lich ver­nach­läs­sigt: Die Arbeits­kraft effek­tiv ein­zu­set­zen und die Men­schen erfolg­reich zu machen.

Das Manage­ment ist die schöp­fe­risch­te aller Küns­te. Es ist die Kunst, Talen­te rich­tig ein­zu­set­zen! (Robert S. McNamara)

Natür­lich sind die­se Fra­gen nur der Ein­stieg ins Pro­jekt­coa­ching. Ein erfah­re­ner Pro­jekt­coach wird anhand der Ant­wor­ten ver­tie­fen­de Fra­gen stel­len und so die Ant­wor­ten immer schär­fer herausarbeiten.

Vorangegangene Teile der Serie Projektcoaching

Bildnachweis

Das Arti­kel­bild wur­de von A y A n unter dem Titel „Mum­bai Dabba­wa­la“ auf Flickr ver­öf­fent­licht (Bestimm­te Rech­te vor­be­hal­ten).

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Von Marcus Raitner

Hi, ich bin Marcus. Ich bin der festen Überzeugung, dass Elefanten tanzen können. Daher begleite ich Organisationen auf ihrem Weg zu mehr Agilität. Über die Themen Führung, Digitalisierung, Neue Arbeit, Agilität und vieles mehr schreibe ich seit 2010 in diesem Blog. Mehr über mich.

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