Monate: Mai 2011

Projektcoaching (18): Flöhe hüten

Theoretisch geht es bei einem Projekt doch „nur“ darum, eine Menge von Aufgaben koordiniert im Team abzuarbeiten. Diese Aufgaben heißen Arbeitspakete, die wiederum im Projektplan in einen sinnvollen zeitlichen Ablauf gebracht werden. Soweit zur Theorie, zum Big-Picture. Aber wohin mit den vielen kleinen Aufgaben, Aufträgen und Vereinbarungen, die Tag für Tag und Meeting für Meeting anfallen? Wo gehören die hin, wie werden sie verfolgt und wie die Ergebnisse dokumentiert? Kurzum: Wie hütet man den sprichwörtlichen Sack Flöhe?

Ehrenamt 2.0

Das Ehrenamt im Sinne eines bürgerschaftlichen Engagements erlebt seit einiger Zeit in Form von Open Source, Open Content, Web-2.0, etc. eine Renaissance und Neudefinition. Örtliche Einschränkung fallen genauso weg wie die Abhängigkeit von gemeinnützigen Organisationen. Mehr denn je kann sich jeder seinen Fähigkeiten und Neigungen gemäß einbringen. Und mehr denn je nehmen Menschen diese Möglichkeiten, einen individuellen sinnvollen Beitrag zu leisten auch wahr, gewinnen dadurch Selbstvertrauen und werden sich ihres Wertes und letztlich ihrer Macht bewusst. Das kann nicht ohne Auswirkungen auf das Arbeitsleben bleiben.

Projektcoaching (17): Effektivität

Ein Projektcoach macht Menschen im Projekt erfolgreich. Er ist Coach, Berater und Sparringspartner in einer Person; er agiert als graue Eminenz im Hintergrund. Sein Handwerkszeug sind in erster Linie Fragen: im Idealfall erkennt oder erarbeitet der Anwortende sich dabei die Lösung selbst. Die Themen sind so vielfältig wie die Menschen und ihre jeweiligen Rollen im Projekt: vom persönlichen Coaching des Projektleiters bis hin zum detaillierten Hinterfragen des Risikomanagements. In dieser Artikelserie erscheinen jede Woche fünf typische Fragen eines Projektcoaches zu einem ausgewählten Thema. Diese Fragen geben einen ersten Eindruck von Projektcoaching und regen an zum Nachdenken über das eigene Projekt und die eigene Rolle darin. Jeder Projektmanager kennt das Thema der Woche zur Genüge: Wie setzt man die viel zu knappe eigene Zeit am effektivsten ein?

Führungserfahrung? Aber sicher!

Nach den vielen detaillierten Beispielen zu ganz unterschiedlichen Themengebieten des Projektmanagements in der Serie IT-Projektcoaching scheint mir eine Zusammenfassung angebracht. Grundsätzlich sehe ich zwei Trends im IT-Projektgeschäft. IT-Projekte werden erstens zunehmen: an Zahl, an Komplexität und an Kritikalität. Zweitens werden die dafür benötigten Fachkräfte immer knapper werden. Projektteams werden also wachsen und die Zusammensetzung der Teams wird heterogener werden müssen: ein loses Geflecht aus Mitarbeitern verschiedener Dienstleister, freiberuflichen Mitarbeitern und eigenen Angestellten, umgeben und beeinflußt von immer mehr Stakeholdern. Unter diesen Rahmenbedinungen ist IT-Projektmanagement in erster Linie eine herausfordernde Führungsaufgabe.