Monate: September 2012

Mein Produktivitäts-Setup

In meiner Einführung „Lebensführung statt Selbstmanagement“ habe ich für eine kluge und intuitive Lebensführung anstatt allzu stringentes Selbstmanagement plädiert. Dennoch muss auch ich tagtäglich den Überblick über meine Aufgaben und meine Projekte behalten. Dazu habe ich über die letzten Jahre hinweg mein persönliches Produktivitäts-Setup entwickelt, das ich in diesem Artikel kurz beschreiben möchte. Weniger als Blaupause, sondern eher als Ideensammlung und Anregung. Die Wurzeln reichen noch in meine Studienzeit; seither verfeinere und verbessere ich das Setup kontinuierlich.

Vortrag: Postindustrielles Projektmanagement

Gestern fand, wie angekündigt, initiiert von Roland Dürre bei der InterFace AG in Unterhaching das fachliche IF-Forum unter dem Motto „Das Beste vom PM-Camp“ statt. Es war eine großartige Veranstaltung, die meiner Meinung nach wieder gezeigt hat, wie vielfältig und vielschichtig Projektmanagement ist und sein sollte. Die Organisation vom Team der InterFace AG war wie immer perfekt. Danke an Roland für die Einladung und an das ganze Team für die reibungslose Durchführung! Der regen Diskussion in den Fish-Bowls und dem Feedback der Zuhörer nach zu urteilen, ist uns das gelungen, was wir uns auch für das PM-Camp als Ziel gesetzt haben, nämlich Impulse geben.

IF-Forum: Das Beste vom PM-Camp

Roland Dürre hat heute zu seinem fachlichen IF-Forum die „Protagonisten des PM-Camp“ eingeladen. Das Forum steht unter dem Motto „Das Beste vom PM-Camp“. Der Einladung bin ich sehr gerne gefolgt. Es ist mir eine Ehre in diesem Kreis meine Ideen vom Postindustriellen Projektmanagement (siehe hier, hier und hier) vorstellen und diskutieren zu können.

Lebensführung statt Selbstmanagement

Kann oder muss man sich selbst managen? Und wenn ja: wie viel? Unsere Zeit ist begrenzt und der Zweck unseres Dasein unklar. Selbst ein objektiver Maßstab für ein sinnvolles und erfülltes Leben ist uns postmodernen Menschen abhanden gekommen: viele Maßstäbe sind denkbar und akzeptiert. Der Wegfall gesellschaftlicher oder religiöser Zwänge und Wertvorstellung ist befreiend und belastend gleichermaßen: »Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt.« (Jean-Paul Satre) Wir dürfen die Weichen in unserem Leben in nie gekannter Weise selbst stellen – wir müssen es auch, wenn wir die Zufriedenheit eines selbstbestimmten Lebens anstreben. Fraglich nur: können wir das auch? Und diese Frage des Könnens bildet für mich den Kern jedes Versuchs des Selbstmanagements.

Experimentelles Projektmanagement

Was hat sich verändert in der Projektarbeit, das es gerechtfertigt erscheinen lässt, vom Zeitalter des postindustriellen Projektmanagements zu reden? Die reine Größe oder Komplexität von Projekten kann es nicht sein, denn Großprojekte gab es schon vor der Begründung von Projektmanagement als standardisierter Disziplin. Eher schon ist es der strukturelle Wandel: Die Verlagerung vom primären (Landwirtschaft) und sekundären (Industrie) hin zum tertiären Sektor (Dienstleistung) ist statistisch eindeutig belegt. Immer mehr Menschen arbeiten also zu einem immer größeren Anteil ihrer Zeit als Wissensarbeiter. Dieser Wandel macht vor Projekten nicht halt: Der Projektgegenstand besteht zu einem immer größeren Anteil aus Wissensarbeit und die Menschen im Projekt sind zunehmend Wissensarbeiter. Um diesem Wandel Rechnung zu tragen, braucht es neue Managementmethoden – und der Weg dorthin ist gepflastert mit Experimenten.