Monate: März 2013

Scrum: Produkte zuverlässig und schnell entwickeln

Der Begriff Scrum ist hierzulande sehr eng mit dem Namen Boris Gloger verbunden. Nicht zuletzt wegen seines Buches »Scrum. Produkte zuverlässig und schnell entwickeln«, das seit kurzem in der vierten und vollständig überarbeiteten Auflage vorliegt (Amazon Affiliate Link). Wer eine gute und umfassende Einführung zu Scrum mit vielen Beispielen sucht, ist mit diesem Buch gut beraten. Aber auch dem erfahrenen Projektmanager und Scrum Master bietet das Buch einige weiterführende Themen und neue Ideen beispielsweise zur Skalierung von Scrum für große Projekte oder Organisationen.

Ziel und Strafe

Wohl kein Führungsinstrument ist so verbreitet wie »Management by Objectives« (MbO), also das Führen mit Zielen. Von Peter Drucker bereits 1954 vorgeschlagen, setzte sich das damals durchaus löbliche und innovative Konzept, anstatt starrer Anweisungen gemeinsam Ziele zu vereinbaren, innerhalb derer eigenverantwortlich agiert werden soll, schnell durch. So wie jeder Hammer Werkzeug und Waffe sein kann, gibt es nützliche und schädliche Anwendungen des Führens mit Zielen.

Projektplanung 101: Shu-Ha-Ri

Diese Serie beschäftigt sich mit dem zentralen Thema klassischen Projektmanagements: der Projektplanung. Bei einigen Menschen, insbesondere bei Anhängern agiler Vorgehensweisen, stößt dieses Thema auf wenig Interesse oder offene Ablehnung. Das ist je nach individueller Erfahrung sehr verständlich, auch ich habe meine Zweifel an der minutiösen Planbarkeit von komplizierten Projekten. Jedoch halte ich es für wichtig, die Grundprinzipien der Projektplanung verstanden und verinnerlicht zu haben, bevor man bewusst davon abweichen oder diese weiterentwickeln kann. Ein kurzer Exkurs in die asiatische Lehre der drei Stufen des Lernens: Shu-Ha-Ri.

Projektplanung 101: Optimieren

Sind die Arbeitspakete erst zum Ablaufplan verknüpft und ihre Dauer bestimmt, sei es fest vorgegeben oder durch Zuweisen von Ressourcen, kommt das böse Erwachen. Die errechneten Termine liegen meist mehr oder weniger weit jenseits der eigenen Vorstellung und noch viel weiter neben der Vorstellung des Auftraggebers. Der Plan muss optimiert werden. Nun schlägt leider zu oft die Stunde von blindem Pragmatismus und unverantwortlichem Zweckoptimismus. Über Möglichkeiten und Grenzen der Optimierung des Ablaufplans.

Projektplanung 101: Fortschritt

»Planung ersetzt Zufall durch Irrtum.« soll Albert Einstein gesagt haben und Feldmarschall Helmuth von Moltke meinte dazu nüchtern-realistisch: »Kein Plan überlebt die erste Feindberührung.« Ein Plan ist nur eine Richtschnur, die Messlatte mit der Abweichungen festgestellt werden. Der Plan muss deshalb regelmäßig an der Realität gemessen und korrigiert werden. Nichts schlimmer als ein veralteter Plan, heuchelt er doch trügerische Sicherheit, wo schon Blindflug herrscht.