Monate: Oktober 2013

IT-Dienstleister: Nichts als Projekte

Bisher war hier von Industrieunternehmen die Rede. Automobilhersteller beispielsweise produzieren und verkaufen Autos. Um das tun zu können und kontinuierlich besser tun zu können, werden die Prozesse, die zum Autobau im weitesten Sinne notwendig sind, immer wieder angepasst. Diese Veränderung der Regelarbeit ist dann ein Projekt in dessen Kern dann oft ein IT-Projekt steckt. Projekte sind also die Ausnahme; der Hauptprozess und damit die Regel ist und bleibt die Herstellung und der Vertrieb von Autos. Das Schema lässt sich leicht auf andere Unternehmen und andere Branchen übertragen: Versicherungen verkaufen und verwalten Versicherungen, Banken verwalten und verleihen Geld. Das Projekt ist dort nicht der primäre Unternehmensgegenstand sondern dient nur der Veränderung des Unternehmens. Auf der anderen Seite stehen Unternehmen der Dienstleistungsbranche deren primärer Unternehmensgegenstand die Durchführung eines Auftrags oder eines Projekts ist. IT-Dienstleister beispielsweise führen IT-Projekte durch im Auftrag eines anderen Unternehmens, beispielsweise eines Automobilhersteller. Die Frage ist nun: Wenn der Automobilhersteller sozusagen im Kern aus Automobil besteht, aus was besteht dann der IT-Dienstleister im Kern?

Projektitis

Mir ist als ob es tausend Projekte gäbe und hinter tausend Projekten keine Welt. Dem post-industriellen (Projekt-)Manager geht es wie dem Panther in Rilkes Gedicht. Alles wird zum Projekt. Die Projekte verstellen die Sicht auf die Welt und werden zum Selbstzweck. Es ist die Rede von Projektinflation und einer sich schnell ausbreitenden Seuche genannt Projektitis. Gemeint ist, dass alles ein Projekt ist und zu viele Projekte gleichzeitig gemacht werden. Ein Erklärungsversuch.

Wider den Heilsversprechen im Projektmanagement

Die einzig richtige Projektmanagement-Methodik gibt es nicht und kann es auch nicht geben. Jedes Projekt ist in seiner jeweiligen Konstellation einzigartig. Die daran beteiligten oder davon betroffenen Menschen sind einzigartig. Daher verdienen es Projekte und ihre Menschen auch genau so geführt zu werden: einzigartig. Meine Abneigung gegen Heilsversprechen, Wundermittel und jede Form von grob vereinfachenden Patentrezepten ist ein wichtiger Teil meiner Projektmanagement-Philosophie: Ich führe meine Projekte passend statt standardisiert.

PM Camp Dornbirn 2013

»Tempus fugit!« wie der Lateiner sagt. Ehe man es sich versieht ist das Jahr rum und Weihnachten steht vor der Tür. Aber nicht so schnell, erst kommt noch das PM Camp 2013 vom 14. bis 16. November in Dornbirn! Wie immer, möchte man fast ergänzen, denn mittlerweile geht das PM Camp in Dornbirn in das dritte Jahr. Und nicht nur das. Es begann alles in 2011 mit dem PM Camp in Dornbirn, dann kam 2012 Wien hinzu. In diesem Jahr gab es dann schon PM Camps in Stuttgart, Wien, Rhein-Main, Berlin. Und nun vom 14. bis 16. November wieder Dornbirn.