Monate: Dezember 2013

Das war 2013

Vor ziemlich genau einem Jahr sind wir in unser neues Haus eingezogen. Damit war nach der Hochzeit auch das zweite private „Projekt“ erfolgreich abgeschlossen. So konnte ich mich 2013 wieder mehr meinen Themen Projektmanagement und Führung widmen. Natürlich hier im Blog, aber auch auf openPM als Vorsitzender von openPM e.V., im Rahmen der PM Camp Bewegung als Mitglied des Kernteams und des Organisationsteams des PM Camp Dornbirn und nicht zuletzt als Geschäftsführer unserer esc Solutions GmbH.

Projektmanagement mit Haltung

Auf Einladung von Thomas Mathoi hatte ich am 13.12.2013 die Ehre, einen Gastvortrag im Rahmen einer Grundlagenvorlesung Projektmanagement für Bauingenieure und Architekten an der FH Joanneum in Graz zu halten. Eine Herausforderung, weil ich von Bauprojekten so gut wie gar nichts verstehe und meine einzige (leidvolle) Erfahrung damit unser eigener Hausbau war (wobei wir mit dem Ergebnis mittlerweile recht zufrieden sind). Daher habe ich mich dem Thema Projektmanagement aus einer für die Studierenden neuen Perspektive genähert.

ScrumBut: Ein bisschen agil

Ganz sicher gibt es glühendere Anhänger der reinen agilen Lehre als mich. Die Vorgehensweise im Projekt muss passend sein und nicht standardisiert. Was da aber unter dem Schlagwort Scrum oder agiles Vorgehen in der Praxis verstanden und vor allem missverstanden wird, ist vorsichtig ausgedrückt abenteuerlich. Ein Gutteil der schlechten Erfahrungen mit Scrum liegt definitiv in der mutlosen Umsetzung und einer damit einhergehenden Verstümmelung der Methodik bis zur Unbrauchbarkeit.

Adrenalin-Junkies

Menschen sind unterschiedlich. Die einen arbeiten am liebsten ungestört Stück für Stück an ihrer Aufgabe und die anderen brauchen immer den gewissen Kick. Adrenalin-Junkies nennt Tom deMarco diesen Typus in seinem auch sonst sehr unterhaltsamen Buch »Adrenalin-Junkies und Formular-Zombies« (Amazon Affiliate Link). Beide Arbeitsweisen sind wertvoll, aber je nach Projektsituation Mal die eine und Mal die andere gefragter. Grundsätzlich strebe ich in meinen Projekten den Zustand einer entspannten Spannung an, einen Zustand des Flow, in dem die Projektarbeit das Team fordert aber nicht überfordert. Stresssituationen entstehen im Verlauf des Projekts noch genügend, dann ist Adrenalin gefragt. Genauso wie man einen Motor nicht permanent unter Volllast fahren kann, muss das Team wieder in einen Zustand der Normallast zurückfinden.