Jahr: 2014

Jahresrückblick 2014

Das Jahr 2014 war geprägt von zwei großen Veränderungen. Die Geburt unserer Tochter Marie am 13. Juli war sicherlich mit Abstand die tiefgreifendste und umwerfendste Veränderung. Voller Dankbarkeit und Stolz genießen wir seither unser Familienglück. Die zweite Veränderung betrifft meine Arbeit. Nach viereinhalb Jahren Aufbau der esc Solutions GmbH zieht es mich zu neuen Herausforderungen rund um die Führung von IT-Projekten. Mein persönlicher Rückblick auf 2014 und ein Ausblick auf 2015.

Das Beste aus 2014

Auch 2014 fanden wieder viele Leser den Weg zu Führung erfahren! Über 5.000 Aufrufe pro Monat sprechen für sich. Es freut mich sehr, dass so viele Menschen so großes Interesse an meiner allmählichen Verfertigung der Gedanken beim Schreiben (frei nach Heinrich von Kleist) haben. Der Austausch über die Themen Führung und Projektmanagement im weitestem Sinne mit meinen Lesern in den Kommentaren oder auf Twitter und Google+ bedeuten mir sehr viel. Diese Diskussionen helfen mir ungemein, meine Gedanken zu sortieren und meine Erfahrungen zu reflektieren. Vielen Dank euch allen! Ganz besonders oft gelesen wurden 2014 die drei folgenden Artikel.

Mut ist nur ein Anagramm für Glück

Das Jahresende naht und mit ihm die Zeit des Rückblicks und der guten Vorsätze. Mein persönlicher Rückblick auf ein sehr bewegtes Jahr folgt natürlich noch, aber zum Thema Vorsätze möchte ich jetzt schon auf ein wunderschönes Fundstück des Internets hinweisen. Julia Engelmann begeisterte beim 5. Bielefelder Poetry-Slam am 07. Mai 2013 das Publikum und ihr Video bringt es auf Youtube mittlerweile auf über 7 Millionen Klicks. Völlig zu recht, wie ich meine. Weniger wegen der überragenden Poesie ihrer Schüttelreime, sondern vielmehr wegen ihrer aufrüttelnden Botschaft: Eines Tages werden wir alt sein und „an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können. Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen werden – traurige Konjunktive sein.“

Verantwortung tragen ohne Kontrollzwang

Eine der größten Herausforderungen für viele angehende Führungskräfte ist es, Verantwortung zu tragen für Ergebnisse, die jetzt nicht mehr von ihnen selbst sondern von ihren Mitarbeitern erbracht werden. Die Verantwortung ist mit der Führungsaufgabe um ein Vielfaches gewachsen während die Möglichkeiten der direkten Einflussnahme auf Ergebnisse deutlich abgenommen hat. Viele entwickeln in dieser Situation einen ausgeprägten Kontrollzwang und machen am Ende dann doch wieder vieles selbst. Befriedigend ist diese Arbeitsweise aber weder für die Führungskraft selbst noch für die Mitarbeiter.

Werkzeug oder Waffe?

Jede Methode, jede Technik oder jedes Werkzeug ist nicht an sich gut oder schlecht, sondern wird es erst durch die Art und Weise des Gebrauchs. Ein Hammer kann hilfreiches Werkzeug sein genauso wie zerstörerische Waffe. Was in der physischen Welt aufgrund unserer Erfahrung sofort klar ist, gilt aber für weniger greifbare Werkzeuge ebenso: Auch ein scheinbar harmloses Burndown-Chart im Scrum birgt in den falschen Händen mit zweifelhaften Absichten viel Sprengkraft.