Monate: Februar 2014

Der Mensch ist immer Zweck und niemals nur Mittel

Ein entscheidender Gedankengang in der sehr lesenswerten Biografie von Götz W. Werner (Amazon Affiliate-Link) ist die Frage, ob der Mensch der Zweck des Unternehmens sei oder nur ein Mittel. Der dm-Gründer hat die Frage für sich recht früh und recht eindeutig beantwortet: »Ohne Menschen keine Wirtschaft. Folglich ist der Mensch immer Zweck und die Wirtschaft nur Mittel – und nicht umgekehrt.« Der Erfolg gibt ihm bisher uneingeschränkt recht. Was bedeutet das aber für Unternehmen der Dienstleistungsbranche?

Wunderwaffen und Kanonenfutter

Früher oder später kommt jeder Projektleiter in die Situation, ein Projekt in einer Krise zu übernehmen. Man wird als Retter in der Not gerufen, mit Vorschusslorbeeren versehen, als Wunderwaffe sogleich ins Projektgeschehen geworfen – und dort verbrannt. Über den Unterschied zwischen Kanonenfutter und Krisenmanager oder warum man nicht auf schnell fahrende Züge aufspringen sollte.

Spielräume im Projektmanagement

Ihr kennt das. Das Projekt läuft zur Zeit stabil und füllt den Arbeitstag des Projektleiters nicht mehr vollständig. Ehe man es sich versieht, bekommt man also ein weiteres Projekt übertragen oder aus Gründen der kontinuierlichen Adrenalinversorgung übernimmt man es sogar bereitwillig. Das Ergebnis ist jedenfalls die mindestens vollständige Auslastung des Projektleiters und in Folge eine regelmäßige Überlastung im Falle kleinerer oder größerer Krisen, die zu noch mehr Belastung und Fehlern führen. Ein Plädoyer für mehr Spielräume und Gelassenheit im Projektmanagement.