Monate: November 2014

Werkzeug oder Waffe?

Jede Methode, jede Technik oder jedes Werkzeug ist nicht an sich gut oder schlecht, sondern wird es erst durch die Art und Weise des Gebrauchs. Ein Hammer kann hilfreiches Werkzeug sein genauso wie zerstörerische Waffe. Was in der physischen Welt aufgrund unserer Erfahrung sofort klar ist, gilt aber für weniger greifbare Werkzeuge ebenso: Auch ein scheinbar harmloses Burndown-Chart im Scrum birgt in den falschen Händen mit zweifelhaften Absichten viel Sprengkraft.

PM Camp Dornbirn 2014: Offener Austausch auf Augenhöhe

Zum vierten Mal fand vom 20. bis zum 22. November an der FH Vorarlberg in Dornbirn das PM Camp statt. An der Quelle der PM Camp Bewegung mit PM Camps in Wien, Zürich, München, Berlin, Bad Homburg und Stuttgart ist dieses Veranstaltungsformat noch immer etwas ganz besonderes, „das größte und spannendste Klassentreffen von Projekt-Machern im deutschsprachigen Raum“ (Frank Blome, ProjectWizards).

Zusammenarbeit gestalten auf Augenhöhe

Den regelmäßigen Lesern wird nicht verborgen geblieben sein, dass sich der Untertitel meines Blogs kürzlich geändert hat. Im neuen Titel „Zusammenarbeit gestalten auf Augenhöhe“ drückt sich kurz und knapp aus, was für mich modernes Projektmanagement und gute Führung ausmacht und wie ich meine Rolle als Projektmanager und Führungskraft begreife. Die zwei Teile dieses Untertitels will ich kurz ein wenig genauer betrachten: „Zusammenarbeit gestalten“ als mein Verständnis der Führungsaufgabe und „auf Augenhöhe“ als die Art und Weise dieser Gestaltung.

(K)ein richtiges Leben im falschen?

Viel wird geschrieben – auch hier – über neue Arbeit als Überbegriff für postindustrielle Gestaltung der Zusammenarbeit von Menschen im Unternehmen oder im Projekt als temporäreres Unternehmen sozusagen. Es ist die Rede von Selbstorganisation, demokratischen Entscheidungsprozessen, Sinnstiftung und vielen weiteren wohlklingenden Begriffen. Natürlich gibt es sie tatsächlich die leuchtenden Beispiele moderner Unternehmensführung, die all das und noch viel mehr anstreben und verwirklichen. Dennoch sieht die Arbeitsrealität für die allermeisten Menschen noch immer deutlich glanzloser aus. Unweigerlich stellt man sich als aufgeklärter Arbeiter jeden Tag an der Stechuhr die Frage, wieviel dieser Ideen im eigenen Arbeitsleben umsetzbar sind und ob es überhaupt ein richtiges Leben im falschen geben kann.