Monate: März 2015

Standards lebendig halten

Wiederkehrende Arbeitsabläufe müssen standardisiert und dokumentiert werden. Dieser Glaubenssatz ist fest in der Kultur von großen Industrieunternehmen verankert. Völlig zu Recht, wenn es um effiziente Massenproduktion mit allen ihren anhängigen Prozessen wie beispielsweise der Logistik geht. Schwierig wird es wenn dieser Glaube an die heilsame Wirkung von Prozessen unreflektiert auf die Durchführung von Projekten im Großen einerseits und auf die Abläufe im Projekt im Kleinen andererseits übertragen wird. Noch schwieriger wird es, wenn diese Standards und Best-Practices erstarren und durch die lebendige Praxis nicht fortentwickelt werden.

Führen heißt entscheiden

Eine ganz wesentliche Aufgabe von Führung ist es, Entscheidungen zu treffen. Und zwar so, dass die Betroffenen bereit sind, den Entscheidungen zu folgen. Das setzt zuallererst voraus, dass die Führungskraft ein klares Verständnis davon hat, was sie entscheiden muss und vor allem was sie im Sinne der Subsidiarität nicht entscheiden soll und darf. Viele Führungskräfte entscheiden zwar viel, aber letztlich doch nur auf der Arbeitsebene, was zur Folge hat dass die wichtigen, aber selten dringenden, Entscheidungen auf ihrer eigentlichen Führungsebene nicht oder nur unzureichend getroffen werden.

Wehret den Anfängen!

Ein Projektbüro mit vielen Wänden zum Bekleben ist eine feine Sache, aber muss das dann gleich „war-room“ genannt werden? Ich würde diese martialische Bezeichnung für ein Projektbüro tunlichst vermeiden, weil sie mir einerseits zu sehr nach Auseinandersetzung klingt und andererseits im Sinne einer Kommandozentrale zu sehr die tayloristische Teilung von Denken und Handeln widerspiegelt.