Monate: August 2015

Anpassen oder Auflehnen?

Es gibt immer Faktoren, die zwar maßgeblichen Einfluss auf den Projekterfolg haben, aber nicht direkt vom Projektleiter gestaltet werden. Die Zuteilung von Budget oder Mitarbeitern ist dabei insbesondere in großen Unternehmen mit vielen Projekten ein wesentlicher solcher Faktor. Der Projektleiter soll einerseits das Projekt im magischen Dreieck der vereinbarten Kosten, Qualität und Zeit ins Ziel steuern, andererseits werden Budgets regelmäßig mal gekürzt oder verschoben und Mitarbeiter abgezogen. Mit diesen Missständen kann man sich entweder arrangieren oder man kann Konsequenzen aufzeigen.

Projekt und Prozess

Alle Organisationen die viele Projekte durchführen kommen früher oder später einen Punkt, an dem die Rufe nach einer Standardisierung der Projektdurchführung nicht mehr ignoriert werden können. Die Logik dahinter ist einfach: wo immer gleichartiges in großer Menge über verschiedene Schritte arbeitsteilig abgearbeitet wird, braucht es eine verbindliche Beschreibung der Schritte und der jeweiligen Akteure mit ihrer Verantwortung. Was kann also falsch daran sein, den Wildwuchs in der Projektdurchführung einzudämmen und ein für alle verbindliches Prozessmodell für Projekte auszurollen?

Dankbarkeit zeigen

Der Chef nervt, die Arbeit nur sinnlose Bürokratie und die Kollegen unfähig. Kommt Ihnen das bekannt vor? In Kaffeeküchen und auf den Gängen beherrscht diese destruktive Tonlage die meisten Gespräche. Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz für die Zusammenarbeit im Unternehmen zu sein, dass wir immer ganz genau darauf achten, was bei anderen schlecht läuft, um uns gierig darauf zu stürzen und uns an den Defiziten weiden. Dabei läuft ja auch einiges gut, aber dafür haben wir weder Zeit noch ein Auge. Schade eigentlich. Die Stimmung und damit die Leistung wäre eine bessere, würden wir wenigstens einmal täglich auch sehen was gut läuft und uns dafür bei einem anderen Menschen bedanken.

Bitte entscheiden Sie sich!

Projekte scheitern zu Beginn. Spätestens. Viele Projekte scheitern schon im Moment ihrer Genehmigung. Projekte gibt es stets mehr als verfügbare Ressourcen. Ein Auftraggeber muss sich also entscheiden. Weil das gleichzeitig heißt sich gegen andere Projekte zu entscheiden, werden zu viele Projekte mit nur halbherziger Unterstützung des Auftraggebers begonnen mit verheerenden Folgen für das ganze Projektportfolio.