Monate: Oktober 2015

openPM e.V. Mitgliederversammlung 2015

Am 27. Oktober 2015 fand turnusmäßig die dritte Mitgliederversammlung von openPM e.V. statt, dem gemeinnützigen Trägerverein der Plattform openPM. Zusammen mit Bernhard Schloss als zweiten Vorsitzenden, Eberhard Huber als Kassenprüfer und einem großartigen Kernteam habe ich nun seit Gründung vor drei Jahren die Ehre, openPM e.V. als erster Vorsitzender zu führen. Es freut mich daher ungemein, dass Bernhard, Eberhard und ich auf der diesjährigen Mitgliederversammlung in unseren Ämtern einstimmig bestätigt wurden. Danke!

Elfenbeintürme vermeiden

Um Projektarbeit nachhaltig und systematisch zu verbessern muss es im Unternehmen eine Stelle geben, die sich für das Thema Projekte und Projektmanagement verantwortlich fühlt. An dieser Stelle fließen die Erkenntnisse aus den Projekten und neue Trends zusammen, um daraus die Zukunft der Projektarbeit zu gestalten. Entscheidend dabei ist, dass die operative Unterstützung der Projekte im Vordergrund steht und nicht Vorgaben und Kontrolle. Dieser Aspekt der Unterstützung kommt in vielen Unternehmen allerdings viel zu kurz. Zu schnell wird eine zentrale Organisationseinheit als Hüter der Methoden und Prozessen ins Leben gerufen ohne dabei für die notwendige operative Bodenhaftung zu sorgen. Die Arbeit dieser Methodenabteilung ähnelt von weitem betrachtet – und näher kommt man mangels operativer Verzahnung nicht – dann oft Hermann Hesses Glasperlenspiel. Solche Elfenbeintürme sind wenig hilfreich, können aber vermieden werden.

Projektarbeit systematisch verbessern

Organisationen die regelmäßig und zahlreich Projekte durchführen müssen sich mit der Frage beschäftigen, wie die Projektarbeit in allen ihren Facetten kontinuierlich verbessert werden kann. Dazu braucht es eine Stelle im Unternehmen, die für das Thema Projektmanagement verantwortlich ist. Weniger im Sinne von Vorgaben und Kontrolle, worauf diese Funktion in vielen Unternehmen leider reduziert wird, sondern mit dem klaren Auftrag, Projekte zu unterstützen, Menschen in ihren Projektrollen zu befähigen, Defizite und Chancen zu erkennen und schließlich die Projektarbeit zu verbessern und zukunftsfähig zu gestalten.

So wenig Projekt wie möglich

Vilfredo Pareto (1848–1923) stellte bei seinen Untersuchungen fest, dass ca. 20% der italienischen Bevölkerung 80% des Bodens besaßen. Das nach ihm benannte Paretoprinzip besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwands erreicht werden. Dieses Prinzip gilt auch in Projekten und insbesondere in Großprojekten. Um auf politischer Ebene unabdingbar zu erscheinen, werden Projekte aber gerne unnötig aufgebläht und die notwendige Fokussierung konterkariert.

Wissensarbeit erfordert Weiterbildung

Es wäre sehr kurzsichtig, die Wartung von Maschinen auszusetzen, um sein Betriebsergebnis zu schönen. Obschon der Vergleich natürlich hinkt, in Bezug auf die „Wartung“ des wichtigsten Kapitals heutiger Unternehmen, nämlich seiner Wissensarbeiter, passiert genau das. Es fehlt an unantastbaren zeitlichen und finanziellen Freiräumen zur kontinuierlichen Weiterbildung.