Monate: Dezember 2015

Jahresrückblick 2015

Es stimmt wohl wirklich: je älter man wird, desto schneller vergehen die Jahre. Ganz besonders schnell vergehen ausgerechnet die Jahre, welche am prallsten mit Leben gefüllt sind. Zeit also für einen kurzen Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr, mit dem ich mich für 2015 verabschiede und allen meinen Lesern erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr wünsche.

Kontinuierliches Ausliefern: Mittel oder Zweck?

Müsste man agiles Vorgehen auf ein Merkmal reduzieren, wäre das für meisten Menschen wohl das kontinuierliche Ausliefern von wertvollen Zwischenergebnissen. Freilich um dann im nächsten Atemzug zu erklären, warum das in ihrem jeweiligen Umfeld unmöglich oder jedenfalls sehr schwierig wäre und sie darum doch leider beim Wasserfallmodell bleiben müssen. Diese Ausrede Begründung klingt schlüssig solange man das kontinuierliche Ausliefern als condicio sine qua non betrachtet, was es aber nicht sein sollte.

Scheitern zum Erfolg

Was Projekte und insbesondere große IT-Projekte betrifft, gibt man sich allzu oft der Illusion der Planbarkeit hin. Die inhärente Komplexität von Vorhaben will man durch genaue Planung in den Griff bekkommen. Genaue Planung setzt aber voraus, dass die Zusammenhänge genau verstanden werden können, was gerade bei komplexen Vorhaben per Definition nicht der Fall ist. Was aber prinzipiell im Detail nicht planbar ist, wird sich nicht auf geradem Wege erreichen lassen. Fehlversuche oder wenigstens Abweichungen sind also kein Makel, sondern haben Methode.

agile

Agil bedeutet wendig

In der Diskussion um Agilität ist immer wieder von der Kultur und einem notwendigen Kulturwandel die Rede. Meistens freilich ohne diese Kultur ausreichend präzise zu bestimmen. Es fallen dann Begriffe wie positive Fehlerkultur und Vertrauen, die aber eher Mittel zum Zweck sind. Die eigentliche Kulturveränderung beginnt beim Erkennen der Planbarkeit von komplexen Vorhaben als Illusion und rührt an den Grundfesten unserer klassischen Industrieunternehmen.