Monate: März 2016

Blinder Optimismus

Optimismus ist sicher unerlässlich für Führungskräfte, aber wie bei allem gilt auch hier die Regel von Paracelsus: „Die Dosis macht das Gift.“ Blinder und somit unrealistischer Optimismus trivialisiert die zu bewältigenden Aufgaben, negiert die Möglichkeit des Scheiterns und demotiviert die Mitarbeiter.

Agil ist eine Einstellung, keine Methode!

Viele Unternehmen sehen Agilität nur als eine Alternative zu ihrem etablierten Wasserfall; einfach eine bessere Methode um Projekte durchzuführen. Also wird eine geeignetes agiles Rahmenwerk ausgewählt, angepasst, umgesetzt und geschult. Am Ende dieser Umstellung gibt dann eben auch agil als Methode, bis auf weiteres festgeschrieben und laminiert und nur durch wichtige Gremien von zentraler Governance-Stelle veränderbar. Agil ist kann aber nie eine fertige Methode sein, sondern lebt von der fortwährenden Verbesserung durch die Anwender selbst.

Schluss mit dem Heldenkult!

Wir lieben Helden. Unsere überlieferten Erzählungen sind voll davon. Die halbe Filmindustrie lebt von modernen Helden. In unseren Unternehmen belohnen wir die Heldentaten einzelner Kämpfer. Genau diese Glorifizierung einzelner Menschen und ihrer Leistungen führt zu unfruchtbarem Gegeneinander wo es nur miteinander geht. Die Folge sind nur noch mehr kritische Situationen, die Draufgängertum und Heldentaten erfordern. Aber wollen wir das wirklich?

Auf die Worte achten

In der Art, wie wir mit und über Menschen reden, kommt immer auch unsere Haltung und unser Weltbild zum Ausdruck. Satzkonstruktionen und Redewendungen sind so auch immer ein Spiegel der Kultur im Unternehmen und im Projekt. Und umgekehrt lässt sich über die Sprache die Kultur verändern. Oder notwendige Veränderung behindern.