Jahr: 2017

Vorsätze 2018: Mehr Achtsamkeit, Muße und Fokussierung

Das fast vergangene Jahr 2017 war ohne Frage herausfordernd. Obwohl mein neuer Wahlspruch „Rebel without a pause“ nur als Anspielung auf den James Dean Klassiker „Rebel without a cause“ gedacht war, ist er doch eine gute Zusammenfassung des vergangenen Jahres. Pausenlos (und gelegentlich atemlos) im Einsatz für die Familie mit unseren zwei zum Glück sehr lebhaften Mädchen einerseits und der agilen Transformation der BMW Group IT andererseits, kurz unterbrochen vom Schreiben hier im Blog (ja, das geht auch auf dem Smartphone während man darauf wartet, dass die Tochter einschläft) und den Diskussionen auf Twitter, LinkedIn (auch das geht nebenbei) und unserem internen Enterprise Social Network (auch nebenbei natürlich). Rainer Janssen merkte neulich auf LinkedIn an, dass ihn „without a pause“ nachdenklich stimme, weil „es Muße braucht, um den eigenen Geist agil, kreativ, empathisch zu halten.“ Dem kann ich nur zustimmen und ich werde mir für 2018 mehr Achtsamkeit, Muße und Fokussierung vornehmen.

Jahresrückblick 2017: Agile by nature, Rebel without a pause, working out loud

Ein sehr intensives und spannendes Jahr neigt sich dem Ende. Es stand im Zeichen der Agilen Transformation der BMW Group IT. Meine Rolle als Agile Transformation Agent lässt sich am besten irgendwo zwischen Agile Evangelist, Agile Coach, Hofnarr und Organisationsrebell beschreiben. Wie so eine agile Transformation dann aussieht zeigt das folgende Symbolbild (danke der Nachfrage, es geht mir gut) oder erkläre ich ganz frisch im Firmenfunk-Podcast Es ging in den 52 Artikeln hier im Blog – die neben Arbeit und Familie nicht immer leicht zu schreiben waren – entsprechend viel um Agilität, Führung im Kontext der Agilität und um Neue Arbeit, aber auch um Rebellentum, Working Out Loud, die Macht der Vernetzung und vieles mehr. Die Top-10 Artikel 2017 Diese Themen scheinen anzukommen und viele zu beschäftigen, denn gemessen an den Zugriffszahlen war 2017 das erfolgreichste Jahr für mein Blog mit über 80.000 Seitenaufrufe von über 45.000 Besuchern. Ganz besonders gut kamen die folgenden Artikel an, die ich in dieser Top-10 nochmal kurz zusammengefasst habe. Führung heißt, andere erfolgreich machen Da Führung mit Menschen zu tun …

Nur wer sich selbst führen kann, kann andere führen

Management beschäftigt sich mit dem Leblosen, mit Zahlen, Prozessen und Strukturen – Führung mit dem Lebendigen, mit dem Menschen in seiner Vielfalt und Einzigartigkeit. Gerne vernachlässigt wird dabei, dass Führung sich immer und zuallererst auf den Führenden selbst bezieht. Und Diese Selbstführung beginnt mit der Reise zu sich selbst und der Klärung so wesentlicher Fragen wie „Was ist mein Talent?“, „Was macht mir Freude?“ oder „Was braucht die Welt von mir?“.

Führen wie ein Yogi: Fünf Prinzipien zum Umgang mit der Welt

Yoga wird gemeinhin in unserer westlichen Welt mit mehr oder weniger anspruchsvollen Körperhaltungen in Verbindungen gebracht. Tatsächlich sind diese sogenannten Asanas aber die dritte von acht Stufen des klassischen Yogawegs wie er von Patanjali im Yogasutra beschrieben wurde. Auf der ersten Stufe dieses Wegs stehen mit den fünf Yamas Verhaltensregeln zum Umgang mit sich selbst und der Welt. Ähnlich wie die sieben Todsünden der katholischen Kirche lassen sich diese Regeln sehr gut nutzen, um das eigene Führungsverhalten zu reflektieren.

Der Opportunist: Verunsicherung verhindert Veränderung

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern! Dieser Satz – bewusst ohne den im Originalzitat von Konrad Adenauer folgenden Halbsatz „nichts hindert mich, weiser zu werden“ – ist dem Opportunisten Programm. Was zählt ist was sich auszahlt. Für ihn persönlich. Dafür wechselt er gerne und oft die Richtung – je nachdem was ihm gerade opportun erscheint im Sinne der eigenen Karriere. Neben dem Helikopter-Manager, der seine Mitarbeiter durch Überbehütung klein hält, und dem Micro-Manager, der sie durch Kontrolle abhängig hält, ist der Opportunist ein dritter Archetyp problematischen Führungsverhaltens im Zeitalter von Wissensarbeit und agiler Transformation.