Monate: Februar 2017

Hofnarren – Die Kunst der konstruktiven Irritation

Vom Mittelalter an war das Hofnarrentum fester Bestandteil des Hofstaates. Die Aufgabe eines Hofnarren war dabei nicht primär die Belustigung des Hofes, sondern die Provokation und Irritation. Seine Stellung außerhalb der am Hofe geltenden Normen erlaubte ihm „Narrenfreiheit“ und machte den Hofnarren so zu einer „Institution zulässiger Kritik“ (Wikipedia). Diese bewusst eingesetzte Provokation hat auch heute noch weit mehr als Unterhaltungswert. Gerade in Zeiten der Veränderungen brauchen Organisationen Hofnarren, die intelligent provozieren und irritieren. Dadurch laden sie ein zum Nachdenken, Umdenken und Andersdenken.

Social Change-Management: Veränderung durch Vernetzung

Change-Management scheint eine der letzen Bastionen des Taylorismus in Reinform zu sein. Insbesondere größere organisatorische und kulturelle Veränderungen werden an der Spitze im Geheimen vorgedacht und dann mit allerlei Zutaten des Change-Managements garniert den Betroffenen schmackhaft gemacht. Nicht immer mit dem gewünschten Erfolg. Insbesondere wenn das Ziel der Veränderung eine weitere Abkehr vom Taylorismus sein soll, beispielsweise im Rahmen einer agilen Transformation, braucht es deutlich mehr Einbindung der Betroffen in den Veränderungsprozess, denn „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“ (Albert Einstein). Im Kern dieses Social Change-Management liegt deshalb der Aufbau einer hochvernetzten Gemeinschaft der Betroffenen in der die anstehende Veränderung gemeinsam in einer Haltung der Offenheit und Großzügigkeit gestaltet wird. Ein Social Intranet bietet dafür die technische Basis, während die Methode Working out loud von John Stepper den nötigen kulturellen Katalysator beisteuert.

Drei Zutaten einer Innovationskultur: Vielfalt, Offenheit und Vernetzung

Menschen sind grundsätzlich kreativ und innovativ und das als soziale Wesen gerne im Austausch mit anderen. Die meisten Organisationen nutzen aber nur einen Bruchteil dieses enormen kreativen Potentials. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Reduktion von Menschen auf Rollen und Funktionen im Getriebe einer Organisation, die sich selbst als Maschine begreift. Innovation entsteht aber immer jenseits klarer Rollen, dadurch dass begeisterte Menschen in einer Haltung der Großzügigkeit und Offenheit die Möglichkeiten der Vernetzung ausschöpfen und ihre zugestandenen Kompetenzen bewusst übertreten.

Märkte sind Gespräche

Viele reden vom digitalen Wandel oder der digitalen Transformation. Die einen sehen die zunehmende Durchdringung aller Lebensbereiche mit digitalen Technologien eher angstvoll und sind besorgt um ihre Daten und ihre Privatsphäre, die anderen sehen eher die Chancen und den Nutzen der zunehmenden Vernetzung. Was passiert da gerade eigentlich? Diese berechtigte Frage stellt die OTTO Gruppe im Rahmen einer Blogparade.