Monate: Mai 2017

Führen heißt Leben wecken

Im Zuge der agilen Transformation muss auch die Rolle der Führung neu gedacht werden. Der Taylorismus führte zu Spezialisierung und funktionaler Teilung und damit zu Spezialistensilos mit Führungskräften, die selbst ihre besten Fachkräfte sind oder das jedenfalls glauben. Demgegenüber stehen nun interdisziplinäre Teams aus Menschen mit einem T-förmigen Begabungsprofil. Das Ziel sind kleine autonom agierende Teams aus solchen spezialisierten Generalisten, so dass im Team alle Fähigkeiten vereint sind, um in kurzen Iterationen Wert an den Kunden zu liefern. Führen heißt also weniger denn je anleiten und kontrollieren, sondern Menschen erfolgreich machen und dem Leben dienen.

Die agile Transformation braucht keine Helden

Liebe Entscheider, die ihr eure Organisation agiler machen wollt, sehnt euch nicht nach Helden und Heilsbringern für eure agile Transformation. Und hört auf, Blaupausen zu kopieren und mit Frameworks Agilität per Kochrezept einzuführen. Die agile Transformation ist kein Projekt, sondern ein langer Weg ohne Ziel, auf dem aus einer mittlerweile zu starren Organisation eine immer wandlungsfähigere wird. Unsicherheit gehört zum Wandel dazu, Helden und Kochrezepte nicht. Im Gegenteil, Helden und Macher machen abhängig, indem sie die Verantwortung für die Weiterentwicklung der Arbeitsweise übernehmen, anstatt die Teams und Mitarbeiter nachhaltig dazu zu ermächtigen.