Monate: Juni 2017

Führung ist Dienstleistung, kein Privileg

Führung macht einen entscheidenden Unterschied. Menschen kommen wegen des Unternehmens und verlassen es wegen der Führungskraft! Zeit zum Umdenken, befand jedenfalls Bodo Janssen 2010 als er sich mit dem ernüchternden Ergebnis einer Mitarbeiterumfrage konfrontiert sah. Er begann bei sich, zog sich zeitweise ins Kloster zurück und überdachte seine Rolle als Führungskraft radikal. Führung war nicht länger ein Privileg, sondern eine Dienstleistung für die Mitarbeiter. Seither wird bei seiner Hotelkette Upstalsboom Corporate Happiness groß geschrieben und es gilt: Humanpotential statt Humanressource und Potentialentfaltung statt Ressourcenausnutzung. Und das mit beachtlichem wirtschaftlichem Erfolg. Wertschöpfung durch Wertschätzung funktioniert.

Einfach machen

Agilität ist mehr als eine Methode, Agilität ist eine Frage der Haltung. Insbesondere die Haltung im Umgang mit Unsicherheit spielt die entscheidende Rolle: Begegnen wir Unsicherheit eher mit zuversichtlicher Neugier oder ängstlicher Ablehnung? Diese Frage stellt sich sowohl für jeden einzelnen, als auch für Organisationen insgesamt bezüglich der dort vorherrschenden und gepflegten Kultur, denn Angst und Agilität sind eine schlechte Kombination. Neugier, Mut und Zuversicht helfen da schon deutlich mehr, ebenso die Fokussierung auf das, was hier und heute mit dem vorhandenen Wissen und den vorhandenen Mitteln möglich ist. Und das dann einfach machen, ausprobieren und auf dem Weg lernen.

Agil und Projekt: Ein Widerspruch?

Jede Organisation hat ihr Tagesgeschäft. Die einen verkaufen online Waren, die anderen bauen Autos und die nächsten vermitteln Privatwohnungen als Hotelzimmer. Dafür haben diese Organisationen ihre jeweiligen Prozesse, Rollen und jede ihre IT und insbesondere ihre Software, die immer wichtiger wird. So weit, so generisch. Die viel spannendere Frage ist, wie Organisationen den Status quo ihres Tagesgeschäfts, ihre Prozesse und ihre Software weiterentwickeln. Und noch spannender ist, wie schnell ihnen das gelingt und wie anpassungsfähig sie das macht.

Die Vermessung der Agilität

Kann man Agilität messen? Und wenn ja, wie? Organisationen, die es bisher gewohnt waren, tayloristisch zu planen, zu messen und zu steuern, sich aber jetzt aufmachen in eine agilere Zukunft, stellen genau solche Fragen. Dem Dogma folgend, dass nur gesteuert werden kann, was gemessen werden kann. Aber stimmt dieses Dogma überhaupt? Und ist es für die agile Transformation noch angemessen? Oder gilt eben doch was Albert Einstein einst  feststellte: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Sieben Jahre und kein bisschen leise

Tempus fugit – amor manet, die Zeit vergeht, aber die Liebe bleibt, heißt ein kluges lateinisches Sprichwort. Die Liebe zu meiner Frau Kathrin, die mich schon seit sieben unglaublichen Jahren begleitet, und zu unseren beiden Töchtern Marie und Ella einerseits. Die Liebe zum Schreiben andererseits. Auf den Tag genau seit sieben Jahren schreibe ich nun dieses Blog. Grund genug für einen kleinen Blick in den Rückspiegel.