Sieben Jahre und kein bisschen leise

Tempus fugit – amor manet, die Zeit ver­geht, aber die Lie­be bleibt, heißt ein klu­ges latei­ni­sches Sprich­wort. Die Lie­be zu mei­ner Frau Kath­rin, die mich schon seit sie­ben unglaub­li­chen Jah­ren beglei­tet, und zu unse­ren bei­den Töch­tern Marie und Ella einer­seits. Die Lie­be zum Schrei­ben ande­rer­seits. Auf den Tag genau seit sie­ben Jah­ren schrei­be ich nun die­ses Blog. Grund genug für einen klei­nen Blick in den Rückspiegel.

Der ers­te der mitt­ler­wei­le 387 Arti­kel erschien am 7. Juni 2010 mit dem Titel Enter­pri­se Micro­blog­ging: Kom­mu­ni­ka­ti­on ist eine Fra­ge der Kul­tur, nicht des Medi­ums. Ein The­ma das mich auch heu­te noch sehr und immer mehr beschäf­tigt im Zuge der agi­len Trans­for­ma­ti­on und der damit ein­her­ge­hen­den Kul­tur­ver­än­de­rung. Das Enter­pri­se Social Net­work spielt dabei im Sin­ne eines Social Chan­ge­ma­nage­ments eine zen­tra­le Rol­le, die lei­der viel­fach unter­schätzt wird. An der grund­sätz­li­chen Aus­sa­ge die­ses ers­ten Arti­kel hat sich nichts geän­dert: Das Social Intra­net ist immer eine Fra­ge bzw. ein Spie­gel der Kul­tur und kei­ne Fra­ge der Tools.

A good tra­ve­ler has no fixed plans and is not intent on arriving.
Lao Tzu

Die The­men hier im Blog spie­geln mei­ne per­sön­li­che und beruf­li­che Rei­se der letz­ten sie­ben Jah­re wie­der. Viel Pro­jekt­ma­nage­ment war dabei, immer mit dem Schwer­punkt auf Füh­rung statt auf Manage­ment und Ver­wal­tung. Nach und nach tra­ten Fra­gen der Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung in Rich­tung Agi­li­tät und Neue Arbeit in den Vor­der­grund beglei­tet immer auch von der Fra­ge der Kul­tur und des Kul­tur­wan­dels. Auf mei­ner der­zei­ti­gen Sta­ti­on der Rei­se als Agi­le Trans­for­ma­ti­on Agent in der BMW Group IT wer­den mich die­se Fra­gen in Zukunft wei­ter beglei­ten – es bleibt also spannend!

Schrei­ben dient für mich in ers­ter Linie dem Reflek­tie­ren. Es zwingt mich Erleb­tes zu hin­ter­fra­gen, zu ver­all­ge­mei­nern, anzu­rei­chern und auf den Punkt zu brin­gen. Ich kann Jeff Bezos gut ver­ste­hen, wenn er von sei­nen Kol­le­gen klar struk­tu­rier­te Pro­sa anstatt Stich­punk­te in Power­point ver­langt: „Full sen­ten­ces are har­der to wri­te. They have verbs. The para­graphs have topic sen­ten­ces. The­re is no way to wri­te a six-page, nar­ra­tively struc­tu­red memo and not have clear thin­king.“ Umso mehr freut mich die ste­tig wach­sen­de Leser­schaft mit der­zeit zwi­schen 5.000 und 7.000 Auf­ru­fen pro Monat. Ich bin sehr dank­bar für die vie­len tol­len Men­schen, die ich auf die­sem Weg ken­nen­ler­nen durf­te und die vie­len inspi­rie­ren­den Dis­kus­sio­nen die sich dabei erge­ben haben. 

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Von Marcus Raitner

Hi, ich bin Marcus. Ich bin der festen Überzeugung, dass Elefanten tanzen können. Daher begleite ich Organisationen auf ihrem Weg zu mehr Agilität. Über die Themen Führung, Digitalisierung, Neue Arbeit, Agilität und vieles mehr schreibe ich seit 2010 in diesem Blog. Mehr über mich.

10 Kommentare

Herz­li­chen Glück­wunsch! Lea­ders­hip ist ein so wich­ti­ges The­ma und nach wie vor stark unter­schätzt. Es ist gut und wich­tig, dass es jeman­den wie Sie gibt, der regel­mä­ßig dar­an erin­nert, dass es um Men­schen geht, die die Arbeit machen.

Herz­li­chen Glück­wunsch zu die­ser lan­gen Zeit der Ein­ver­nehm­lich­keit von Fami­lie und Beruf.
Auf die NEXT 100 … äh … 7 Years vol­ler Inno­va­ti­on und Reflektion!

Whenever you find yourself on the side of the majo­ri­ty, it is time to reform (or pau­se and reflect).”
― Mark Twain

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