Monate: Oktober 2017

Growth Mindset: Auf dem Weg zur Lernkultur

Es regiert das Expertentum. Geschätzt wird Perfektion. First time right, heißt das dann. Fehler sind böse, gescheitert wird heimlich. Typische deutsche Spaltmaßfixierung hat Sascha Lobo das mal genannt. Darin lag der Erfolg unseres Wirtschaftswunders begründet. Und in diesem Erfolg von gestern liegt unser Problem von heute. Darum reisen Heerscharen von deutschen Managern ins Silicon Valley und bewundern den Mut und die Geschwindigkeit dort. Es folgt der Ruf nach einer neuen Kultur des Scheiterns. Vergessen wird dabei gerne, dass es nicht um das Scheitern an sich geht, sondern um das Lernen. Was wir mehr denn je brauchen, ist eine Lernkultur in unseren Unternehmen.

Organisationsrebellen: Wider den Gehorsam

Organisationsrebellen sorgen für Irritation und halten dadurch Organisationen lebendig. Sie handeln nach klaren Prinzipien zum Wohle ihrer Organisation als das was und wie diese eigentlich sein sollte. Dazu stellen sie immer wieder den Status Quo in Frage und leisten so letztlich zivilen Ungehorsam in der Organisation. Ein guter Mensch ist nicht immer ein guter Bürger. Aristoteles Der zivile Ungehorsam hat eine lange Tradition. Seine Ursprünge reichen bis in die Antike zurück. Bekannt wurde der Begriff spätestens durch das Essay „On the Duty of Civil Disobedience“ von Henry David Thoreau, in dem er erklärte, warum er aus Protest gegen den Krieg gegen Mexiko und die Sklavenhaltung keine Steuern mehr bezahlte. Er verstieß damit ganz bewusst und öffentlich gegen geltendes Recht, um auf eine (in Bezug auf ein höheres Recht begründete) Unrechtssituation hinzuweisen und durch diesen gewaltfreien öffentlichen Akt des Protests eine Veränderung zu bewirken. Ein anderes Beispiel für einen Akt des zivilen Ungehorsams ist der berühmte Salzmarsch von Mahatma Gandhi, mit vielen Mitstreitern ans Meer zog, um dort Salz zu sammeln und so öffentlich das als …

Organisationsrebellen führen, fordern, coachen

Veränderung braucht Störung. Jede Organisation braucht Menschen, die den Status quo hinterfragen. Als Hofnarren oder als Organisationsrebellen sorgen sie für konstruktive Irritation und verhindern so gefährlichen Stillstand. Nach den an die Organisationsrebellen selbst gerichteten zehn Prinzipien stellt sich nun natürlich die Frage, wie man als Führungskraft eine Umgebung für konstruktives Rebellentum schafft und Rebellen führt, fordert und coacht.