Monate: Juli 2018

Eine kurze Geschichte der Digitalisierung

Die Digitalisierung: Kaum ein Schlagwort wurde in den letzten Jahren so inflationär gebraucht. Und wie so oft bei Schlagwörtern steht der Gebrauch in umgekehrt proportionalem Verhältnis zum Verständnis. Alles hängt nun irgendwie mit der Digitalisierung zusammen, ohne dass klar ist, was diese Digitalisierung sein soll. Natürlich hat sie etwas mit Computern und Rechenleistung zu tun. Das alleine kann es aber nicht sein, dazu gibt es Computer schon zu lange. Ein entscheidender Aspekt der Digitalisierung ist vielmehr die Vernetzung. Smartphones machten das Digitale alltagsfähig und die Vernetzung zum Normalzustand. Und dieses immer dichtere Netzwerk aus immer leistungsfähigeren und allgegenwärtigen Computern ist der Nährboden für Plattformen, die dann altbewährte und eher analoge Geschäftsmodelle ruinieren.

Drei Ratschläge von Jack Welch für gute Führung – Sinn, Großmut und Freude

Ratschläge zu Führung gibt es viele. Wenige sind allerdings so prägnant und authentisch wie die Ratschläge von Jack Welch, dem langjährigen und dabei außerordentlich erfolgreichen CEO von General Electric. Führung heißt für ihn erstens, der Arbeit der Menschen Sinn und Orientierung zu geben und dann dafür zu sorgen, dass die Menschen möglichst ungehindert daran arbeiten können. Zweitens ist gute Führung großmütig indem sie neidlos andere erfolgreich macht. Und schließlich dient gute Führung dem Menschen und gibt ihnen Freude und Erfüllung: „Be the Chief Fun Officer!“.

Menschen mehr als Prozesse

Ein wesentliches Element von Führung ist für viele das Treffen von Entscheidungen. Ein elitärer Kreis von Führungskräften trifft Entscheidungen – mindestens die großen und strategischen und abhängig vom Zustand der Vertrauenskultur in der Organisation auch gern mal Entscheidungen zu Details, Mikromanagement nennt sich das dann. Reed Hastings, der CEO von Netflix, macht genau das nicht. Er ist sogar stolz darauf so wenige Entscheidungen wie möglich zu treffen. Und der Erfolg gibt ihm recht, immerhin ist Netflix heute 20 Jahre nach Gründung das zehntgrößte Internet-Unternehmen der Welt (Wikipedia).

Nachhaltig arbeiten – Weniger ist mehr

Nachhaltigkeit definiert der Duden als ein „Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann.“ In der Regel denken wir bei Nachhaltigkeit in makroskopischen Dimensionen unserer Umwelt. Für mich beginnt Nachhaltigkeit aber in viel kleinerem Maßstab, nämlich bei mir selbst und dem nachhaltigen Umgang mit meinen eigenen persönlichen Ressourcen, wie Zeit, Energie und Wissen. Es wird Zeit, über Relikte aus dem Industriezeitalter zu reden und insbesondere darüber, wie effektiv und nachhaltig die strikte zeitliche und räumliche Trennung von Arbeit und Leben (als wäre Arbeit kein Leben!) in Form von Achtstunden-Arbeitstagen am gemeinsamen Arbeitsort ist.