Monate: Januar 2019

Wider die Angstkultur

Der römischen Kaiser Caligula wurde mit seinem Motto oderint, dum metuant (zu dt.: Sollen sie mich doch hassen, solange sie mich fürchten) zum Inbegriff des autokratischen Gewaltherrschers. Von dieser radikalen Sorte gibt es heute glücklicherweise nicht mehr so viele in Politik (obwohl nationalistische und rechtsradikale Tendenzen nichts Gutes verheißen) und Wirtschaft. Dennoch ist Angst in mehr oder weniger subtiler Form das unausgesprochene Leitmotiv in den hierarchischen Strukturen vieler Organisationen mit der absolutistischen Machtfülle ihrer Protagonisten. Und das wider besseren Wissens um die Schädlichkeit dieser Angst für Kreativität und Produktivität.

Führen mit Zielen – Ohne Zuckerbrot und Peitsche

Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit des Rückblicks, des Innehaltens und der Vorausschau auf das neue Jahr. Auf persönlicher Ebene führt das dann in guten Vorsätzen und in den allermeisten Unternehmen bedeutet das Zielvereinbarungen. Beides kann funktionieren, tut es in der Praxis aber nicht oder nur suboptimal. Es gibt wohl nur wenig Managementkonzepte, die ähnlich verbreitet sind wie das 1954 von Peter F. Drucker beschriebene Führen mit Zielen. Gleichzeitig ist dieses Konzept vermutlich auch das am meisten missverstandene und missbrauchte in der Geschichte des Managements. Es hatte nämlich einen Grund warum Peter F. Drucker es Führen mit Zielen und Selbststeuerung (engl. Originaltitel: „Management by Objectives and Self-Control“) nannte.

Wie hältst Du’s mit Deiner Zeit?

Warren Buffet und Bill Gates verbindet mehr als ihr Reichtum. Seit ihrer ersten Begegnung 1991 pflegen sie eine intensive Freundschaft, in der sie viel voneinander lernten. Bill Gates lernte von Warren Buffet unter anderem die Kunst der richtigen Zeiteinteilung. Gemeint ist damit keineswegs das Füllen der allerletzten Lücken im Kalender, sondern im Gegenteil das bewusste Weglassen und Fokussieren. Beide sehen einen großen Wert darin, regelmäßig einen Teil ihrer Zeit zum Rumsitzen, Lesen und Nachdenken zu nutzen. Eine Stunde pro Tag (fünf Stunden pro Woche) soll das den beiden (und einigen anderen sehr erfolgreichen Menschen) wert sein. Und nun die Gretchenfrage zum Start in ein neues Jahr: Wie hältst du’s mit Deiner Zeit?