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Am Handlauf in den Entscheiderkreis – Runden und Kreise

Seine erste Gruppenrunde. Man traf sich in einem der zahllosen Besprechungsräume, deren triste Funktionalität jeden Anflug von Kreativität sofort im Keim erstickte. Überhaupt erinnerte das ganze Gebäude – obwohl erst vor wenigen Jahren fertiggestellt – mehr an ein Krankenhaus als an ein IT-Zentrum.

Jetzt war T. also Teil dieser Gruppe, einer von ihnen, hatte die Seite gewechselt, war nicht mehr „nur“ Externer. IT-Projektleiter sollte er sein, ein wichtiges Projekt in einem Großprogramm leiten, schwieriger Fachbereich, sehr politisch – das Übliche. T. hatte den Ruf, solche Situationen gut zu managen, darum hatte man ihn geholt.

Als neues Mitglied stellte T. sich zu Beginn der Gruppenrunde in knappen Worten vor. Anschließend stellten sich die anderen reihum vor, meist ausführlicher als ihm es nötig erschien und lieb war; offenbar hatte man keine Eile. Die meisten kannte T. ja bereits, wenigstens flüchtig und mit einigen hatte er auch schon recht intensiv zusammengearbeitet.

Neunzig Minuten jede Woche. Das war so der Brauch, alle Gruppen machten das so. Es trafen sich also nicht nur die 15 Mitarbeiter seiner Gruppe, sondern alle Mitarbeiter jede Woche für eineinhalb Stunden. Mehrere tausend Stunden Arbeitszeit wurden derart Woche für Woche investiert (um nicht zu sagen vernichtet), um Informationen aus Gremien und den übergeordneten Kreisen zu verteilen und zu diskutieren.

Kreise schienen überaus wichtig zu sein. Der Leiterkreis, der Hauptabteilungskreis, dann die Abteilungsrunde – die aus unerklärlichen Gründen schon kein Kreis mehr war – und dann eben diese Gruppenrunde. Von Kreis zu Kreis, von Runde zu Runde, ein Ritual  gewordenes Stille-Post-Spiel für Erwachsene, dieses Verlesen, Kommentieren und Diskutieren von Protokollen und Beschlüssen aus Gremien und Kreisen. Dieses Meeting wäre definitiv besser eine E-Mail geworden. 

Oder noch besser ein Blog-Post im Enterprise Social Network, dann könnte man dort doch einfach mit allen diskutieren und nicht nur hier in der Gruppe. Auf Twitter hatte er diese Diskussion die letzten Jahre über erlebt und sehr zu schätzen gelernt. Deshalb hatte T. auch gleich an seinem ersten Tag neugierig einen Blick auf dieses Enterprise Social Network geworfen, musste nach kurzer Zeit aber ziemlich enttäuscht feststellen, dass es gute öffentliche Diskussionen dort nicht zu geben schien. Vielleicht wurde in den vielen nicht-öffentlichen Gruppen mehr diskutiert, aber der öffentliche Bereich glich einer Geisterstadt.   

„Ist wie vorgelegt umzusetzen“, „der Lieferplan ist einzuhalten“, „ist wie vereinbart anzutreten“ und so in einem fort. Die Sprache der Gremien und Kreise, aus deren Protokollen sein Gruppenleiter die für sie wichtigen Informationen verlas, kam ihn sonderbar unpersönlich vor. Als sprächen nicht Menschen miteinander, sondern eine Maschine zu ihnen. Er war also zu einem Zahnrädchen in einer Maschine geworden und das System erteilte ihm und den anderen nun seine Anweisungen durch eine unüberschaubare Zahl von Gremien und Entscheiderkreisen. 

Bestanden diese Kreise aber nicht aus Menschen? Und richteten sich ihre Anweisungen nicht letztlich an Menschen? Waren nicht die Menschen der Kern der Organisation? Trotzdem oder gerade deswegen schien jeder bemüht, diese offizielle Kommunikation möglichst kalt, passiv, steril und unmenschlich zu halten. T. fühlte sich an Captain Picard bei den Borg erinnert.

Da T. das meiste dieser Linienkommunikation weder verstand noch für wichtig erachtete, jedenfalls nicht für sein Projekt, auf das er sich konzentrieren wollte, denn dafür war er ja gekommen, machte er, was alle anderen auch machten und schlug seinen Laptop auf. Ein 08/15 Windows Laptop. Er hasste Windows. 

Noch mehr hasste T. es, keine Administratorrechte auf dem Gerät zu haben, um es wenigstens einigermaßen erträglich zu konfigurieren. Aus seinen vorherigen Jobs war T. es immer gewohnt, zwischen MacBook und Windows-Laptop wählen zu können. Genauso wie er es für ihn als Informatiker selbstverständlich war, Computer nach seinen Wünschen einzurichten und das zu installieren, was er brauchte. Aber hier ging das natürlich nicht. Nicht mal ein Aufkleber auf dem Gerät war erlaubt! 

„Jetzt stell’ dich doch nicht so an! Es ist doch nur ein Job.“ Ein sehr gut bezahlter Job war das, den er trotz eines Rests von Skepsis bei der Personalreferentin bekommen hatte. „Überlegen Sie sich genau, ob der wirklich in Ihre Gruppe passt, ob er zu unserer Kultur hier passt. Ich habe meine Zweifel, ob er sich gut einfügen wird.“, gab sie seinem Gruppenleiter nachdrücklich zu verstehen. Jetzt verstand T., was sie damit gemeint habe könnte. Es würde hart werden, härter als gedacht. 

Er wollte aber nicht nur einen Job machen, er wollte verdammt nochmal etwas bewegen, zusammen mit anderen engagierten Menschen etwas bewegen, gemeinsam etwas Großes schaffen. Das wollte er. 

T. freute sich jetzt dazuzugehören und er mochte die Menschen, zugleich war er aber über die Diskussionen irritiert. Schien es ihm doch, dass es in dieser Gruppenrunde vielfach darum ging, irgendetwas zu verhindern. Mal waren es Ansprüche der Projekte gegenüber den in dieser Gruppe betreuten IT-Systemen, die man abwehren musste. Dann waren da die praxisfernen Anfragen der Governance, die man mit so wenig Aufwand wie möglich abwenden wollte. Auffällig waren außerdem die Klagen der Mitarbeiter über Gruppen in anderen Abteilungen, die ihrerseits nicht so richtig kooperieren wollten und sich abgrenzten, um ihr eigenes Ding durchzuziehen. 

Auf den ersten Blick schien es T. fast, dass der Zusammenhalt dieser Gruppe zu einem nicht unwesentlichen Teil in der Abgrenzung nach außen und gegen „die anderen“ bestand.


Gunter Dueck, Mathematiker und ehemaliger CTO bei IBM, hat die Geschichte von T. aufmerksam verfolgt und spielt nun den Mephisto, um T. aus dieser Perspektive das Folgende zu erwidern:
(Foto: CommonLens/Axel Schmidt)

Soso, Meetings sind die Hölle? Höre ich das heraus? Haha, die Hölle kennt ihr noch gar nicht, die beginnt erst bei den Executive-Workshops! Hier üben wir nur etwas Fegefeuer zum Abbürsten und Einnorden. Hier wird die Macht ausgeübt – von diesen vielen dressierten Führungskräften, die nur eine Qualifikation haben, nämlich…Haha! Meetings einzuberufen. Wisst ihr nicht mehr, was im Mittelalter veranstaltet wurde, wenn der Kaiser kam und in seiner Pfalz Hof hielt? Alle versammelten sich, sorgsam gekleidet. Dann wurden Orden an treu-gehorsame Trottel verliehen und die Hinrichtung von ein paar unpassenden Zeitgenossen zelebriert. Wir gaben den Menschen die Kreativität, auf dass sie die grässlichsten Exekutionsarten ersinnen konnten und allerlei lächerliche Abzeichen schufen. Überaus Gehorsame, die nicht zu viel geleistet hatten, bekamen Lob. Für einige Herumstreicher und Querulanten fand man Gründe, sie zu töten. Wenn schon mäßig Verdiente die Chance auf Orden bekommen und schon harmlose Verbrecher und klitzewenig Andersdenkende mit „hang, draw & quarter“ vorgeführt werden, dann ist die Botschaft des Meetings: Jeder spürt den nah-heißen Atem des Fegefeuers, es kann so leicht geschehen! Da fürchten sich die Leistungsschwachen, und da schweigen die herzlich Durchschnittlichen, in der Hoffnung auf, haha, ein berechtigtes Lob! Den Besserwissern aber, die sich als Leistungsträger aufspielen und meinen, eine eigene Meinung haben zu dürfen, ja, denen würgt es die feste Stimme ab, die sie vor dem Kaffeeautomaten keck und mutig vertreten. Aber die grauen Massegesichter im Meeting sind auf der Seite des Chefs, sie mögen jetzt nicht, wenn die selbsternannten Experten ihn, ihren Kaiser, rüde angehen. Es stört doch den Frieden! Die Lämmer schweigen und hoffen: „Fangt nicht schon wieder mit einer neuen Baustelle an! Wer euch anhört, bekommt nur Zusatzaufgaben!“ Da sitzen die Top-Leute grimmig frustriert und hadern still mit Zornesfalte und unter dem Tisch geballter Faust, dass aus dem Meeting wieder und wieder absolut nichts herauskommt! Haha, sie wissen es vorher und sie wissen es danach. Wie vernagelt muss man sein, wie blind! Es hat doch Machterhaltung eines Management-Klons stattgefunden! Macht nichts macht Macht


Nach dem Auftakt letzte Woche ist dies das zweite Kapitel eines Romans über das Leben im Konzern mit dem Projekttitel „Am Handlauf in den Entscheiderkreis“. Dieser Roman ist ein Experiment für mich, das von eurem Feedback lebt. Lohnt es sich diesen Roman zu schreiben? Was haltet ihr insbesondere von dem Wechsel der Perspektiven zwischen dem Erleben von T. und dem Kommentar dazu von Mephisto alias Gunter Dueck?

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Hi, ich bin Marcus. Ich bin der festen Überzeugung, dass Elefanten tanzen können. Daher begleite ich Organisationen auf ihrem Weg zu mehr Agilität. Über die Themen Führung, Digitalisierung, Neue Arbeit, Agilität und vieles mehr schreibe ich seit 2010 in diesem Blog. Mehr über mich.

35 Kommentare

  1. Dr. Rainer Janßen sagt

    Ja, Meetings sind oft Verschwendung. Aber nicht weil sie unnötig sind, sondern weil sie falsch durchgeführt werden. Die Diskussion über Tools ist Informatiker-typisch. Wir versuchen unseren Anwendern beizubringen, mit Standardsoftware und zwar möglichst ohne Sonderlocken zu arbeiten. Wir selber brauchen aber natürlich unsere Lieblingssysteme, die wir genauso konfigurieren dürfen, wie wir es brauchen. Und ich liebe langweilige Architektur. Die ist meistens praktischer. als die tollen Glasbauten, in denen man sich im Sommer zu Tode schwitzt. Oder die wunderbaren Open-Space Konzepte, in den dann weniger kommuniziert wird, sondern alle mit Kopfhörern sitzen und Emails schicken.

    • Erwischt, jedenfalls was die Tools betrifft und die Neigung des Informatikers gerne damit rumzuspielen. Aus dem Alter, wo ich den Linux-Kernel noch selbst kompiliert habe, bin ich zwar raus, aber es gibt eben ein paar so Sachen, die will ich auf meinem Arbeitsgerät genau so haben … Und was die Zweckbauten betrifft sehe ich das sogar ähnlich, aber unstrukturierte Meeting in drögen Räumen ist eine tödliche Kombination. Die richtige Durchführung (und Vorbereitung! Ich mag da ja die Schriftlichkeit die Jeff Bezos fordert) hilft Meetings gut zu gestalten, dennoch können manche ohne Verlust durch eine E-Mail oder einen Post im ESN ersetzt werden.

  2. Annerose Groß sagt

    Die Spannung zwischen der Motivation etwas bewegen zu wollen bei T. und der unpersönlichen, maschinenhaften „Zusammenarbeit“ in den Meetings empfinde ich als aus dem Alltag gegriffen. Ich bin sehr gespannt, wie das Momentum „Macht“/“Hierarchie“ sich im Roman weiter entwickelt …

    • Vielen Dank, neben formaler Macht / Hierarchie wird T. die Macht von Netzwerken entdecken und Gleichgesinnte treffen, also Menschen, die wie er etwas bewegen wollen, denn die gibt es überall und sich mit ihnen zu vernetzen ist leichter denn je.

      • Stefanie P sagt

        Vielen Dank für den Mut, dieses Tabu zu brechen. Ich kämpfe oft mit
        Befindlichkeiten,
        Agenden, die nicht dem Unternehmen sondern dem persönlichen Lebenslauf dienen, und
        Ellbogen, die exakt positioniert werden.
        Es erzeugt fast Heiterkeit in mir, Deinen Post zu lesen. Danke.

    • Werde ich auf jeden Fall. Vielleicht kommt als nächstes aber erst sogar ein normaler Artikel über Meetings und Meetingkultur oder besser gesagt die Meeting-Unkultur …

  3. Rainer sagt

    Hi Marcus, unbedingt schreiben! Ich habe mich in den ersten zwei Auszügen oft wiedererkannt. Zur Lesbarkeit fände ich es gut, den Inhalt nicht so zu kondensieren (mir ist das zuviel Bedeutung/Kritik pro geschriebenem Wort) und die Geschehnisse und anderen Personen nicht nur im Gedankenstrom des Protagonisten, sondern auch in echt erlebbar werden zu lassen. Das macht es lebendiger und greifbarer. Es soll ja ein Roman werden. ;-)

    • Vielen Dank für dein Feedback, Rainer. Man merkt wohl, dass ich bisher eher Blogbeiträge gewohnt bin, die meist recht kondensiert sind. Am Gedankenstrom werde ich aber vermutlich festhalten, weil es mir um das Erleben des Individuums im System geht. Mal sehen …

  4. Patrick sagt

    Hallo Marcus,
    ich kann mich allen Vorschreibern anschließen: Schreibe bitte weiter.
    Da ich in einem vergleichbaren Umfeld arbeite, finde ich es super spannend das aus einer anderen Perspektive zu „erlesen“. Viele Dinge sind so selbstverständlich geworden, dass ich sie nicht mehr hinterfrage. Schon beim lesen deiner ersten beiden Posts bin ich an einigen Stellen ins Überlegen gekommen.
    Beste Grüße
    Patrick

  5. Judith sagt

    Hallo Markus
    Tolles zweites Kapitel! Ich fühle mich zurückversetzt in die Zeit bei einem ehemaligen Arbeitgeber… :D
    Was wird T. wohl als nächstes erleben und wird er die changeresistente Umgebung wirklich verändern können? Ich bin schon total gespannt…
    Ich persönlich habe mich am Ende damals für „leave it“ entschieden und bin immer noch glücklich mit meiner Entscheidung.
    Beste Grüsse
    Judith

    • Vielen Dank, liebe Judith. Die beschriebenen Szenen sind meiner Meinung nach typisch für große Organisationen, darum erkennen sich viele darin wieder. Und ja, T. wird tatsächlich Anteil an einem Veränderungprozess haben. Ob dieser ihm weit genug geht bzw. ob die Organisation so weit gehen will wie er, wird sich zeigen.

  6. Jana sagt

    Love it!! Bitte unbedingt weiterschreiben :)

    Und vor allem: Let’s change the way we work!!

  7. Ursula Kühn sagt

    In diesem Setting eine Heldenreise aus zwei Perspektiven zu beschreiben, ist ein spannendes Projekt. Für mich können gerne auch noch mehr Emotionen reinkommen – die sind nach meiner Erfahrung immer präsent und gerne unterdrückt, wenn auch sehr wirksam.
    Ein kleiner Ausflug in die Neurobiologie wäre dabei auch spannend.
    Ich freue mich auf die Fortsetzung des Projektes!

  8. Manche sagen:
    „Große Kunst ensteht aus großem Schmerz.“

    Ich bin gespannt, wie groß der Schmerz noch wird …

    Und ich bin sehr neugierig, wie Du hier die Herausforderung der Form lösen wirst, Marcus.

    Mit den Kommentaren und mit der Stellungnahme des Professore hast Du eine stattliche Anzahl an Impulsen an die Hand bekommen. Ich werde aufmerksam weiter verfolgen, wie Du die Darstellung in die eine oder andere Richtung führen wirst.

      • Gern.

        Bücher sind anders als Blog-Posts. Das Publikum, die Menschen, die sich auf ein Buch einlassen, erwarten etwas anderes als „Enlightment to Go“.
        In vorherigen Kommentaren klang das schon an: „Zuviel Bedeutung pro Wort“, „Vermisse Dialoge“ usw.

        „Ich will etwas von dem Buch“, sagte mir einst eine Leserin.
        Die einen wollen über den Zeitraum des Lesens unterhalten werden, die anderen wollen die Geschichte über ihre Sprache entschlüsseln. Wieder andere erfreuen sich an der Formulierungskunst.
        Von den meisten wissen wir nicht, was sie wollen.

        Die gute alte ZDF-Nummer fruchtet hier auch nicht wirklich.

        Zahlen werden von Dir nicht verwendet und tragen damit keinerlei Aussage.
        Die Daten, die Gegebenheiten, schilderst Du in einem Stil, der viele an Herrn K. aus P. erinnert.
        Die Fakten, das Getane, kommt bisher nur als Daten vor.

        Kann man so machen. Die Komplexität entsteht dann erst im Kopf des Lesers, indem er ihre/seine Sicht auf die Welt um diese Daten ergänzt.

        Für mich persönlich erklärt die Geschichte, warum die Interaktion mit dieser Organisation zu wenig bewirkt. Lernen findet kaum statt. Dafür fehlt die Verarbeitungs-Kapazität.

        Und was macht das mit einem anderen Leser?

        Und jetzt kommt auch noch der Professore ins Spiel. Er sagt uns, dass die Gegebenheiten, so wie sie von Dir beschrieben werden, nur der Vorhof zur Hölle sind. Jetzt, wo wir das alles wissen, warum sollten wir weiterlesen? Wozu wird das alles führen? Und was wird T. auf dem Weg erleben?

        Daten brauchen eine Einbettung, um zur Information zu werden. Welche Form wirst Du nutzen, um Deine Leser zu informieren? Und was werden sie mit der Information anfangen? Was soll die von Dir aufgewandte Kapazität bewirken?
        … das meine ich mit „Herausforderung der Form“. Form follows function … ;-)

        • Vielen Dank für deine ausführliche Erläuterung, Alexander. Ja, das wird tatsächlich eine Herausforderung, aber daran wächst man ja bekanntlich. Ich persönlich mag ja den Bewusstseinsstrom sehr gern, aber auch da und gerade da ist es schwierig, die nötigen Informationen zu transportieren. Danke für dein Feedback.

  9. Martina Goldammer sagt

    Auch ich Schlüsse mich den Kommentaren und der Aufforderung zum Weiterschreiben an. Ja! Bitte! Unbedingt weiterentwickeln. Abgesehen von hohem Wiedererkennungswert finde ich auch immer wieder sehr gelungene Formulierungen, die sich hervorragend zum Zitieren eignen. Die Einlassungen von Gunter Dueck als Mephisto sind „böse“ aber treffen punktgenau. Ich bin gespannt, wie es sich weiterentwickelt.

  10. Schulz sagt

    Hi Marcus,
    Nun habe ich es endlich geschafft und was soll ich sagen, schreibst du meine aktuelle Geschichte. Genau so ist es schreib bitte weiter.
    VG Peter

  11. Michael Frahm sagt

    Hallo Marcus,

    ich bin da immer hin und her gerissen. Als Führungskraft sitzt man wirklich sehr viel in Meetings und kann dadurch auch viel Wirksamkeit erzeugen. Andererseits ist es total anstrengend wenn man von morgens bis Abends nur in Meetings sitzt und die eigene (Sach)Arbeit nur Abends machen kann und auch nur Abends und am Wochenende Zeit zum Nachdenken über die Arbeit hat.

    Vielmehr als die Verschwendung der Zeit, glaube ich, dass es die Menschen stört, wenn andere über Ihre Zeit entscheiden und daraus keinerlei Wert entsteht.

    Viele Grüße Michel

  12. Ein super toller Ansatz, der Realität von vielen den Spiegel in Form einer Geschichte vorzuhalten. Ich liebe es, Geschichten zu lesen, zu reflektieren und daraus zu lernen. Letztlich geht es bei uns Menschen um Beziehung, egal, ob im Job oder im privaten Umfeld. Und Beziehungen gedeihen durch „gute“ Kommunikation, oder gehen ein oder werden im besten Fall wirkungslos bei „schlechter“ Kommunikation. Ich freue mich darauf zu lesen, welche Gedanken und Ideen T. kommen und welche davon sich umsetzen lassen. Weiter so!

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