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Führen mit Zielen – Ohne Zuckerbrot und Peitsche

Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit des Rückblicks, des Innehaltens und der Vorausschau auf das neue Jahr. Auf persönlicher Ebene führt das dann in guten Vorsätzen und in den allermeisten Unternehmen bedeutet das Zielvereinbarungen. Beides kann funktionieren, tut es in der Praxis aber nicht oder nur suboptimal. Es gibt wohl nur wenig Managementkonzepte, die ähnlich verbreitet sind wie das 1954 von Peter F. Drucker beschriebene Führen mit Zielen. Gleichzeitig ist dieses Konzept vermutlich auch das am meisten missverstandene und missbrauchte in der Geschichte des Managements. Es hatte nämlich einen Grund warum Peter F. Drucker es Führen mit Zielen und Selbststeuerung (engl. Originaltitel: „Management by Objectives and Self-Control“) nannte.

Das war 2018: Ein Rückblick in Worten und Bildern

Wir leben in Zeiten, in denen „vieles anders ist und immer schneller anders wird“, wie das der Zeitforscher Karl-Heinz Geißler das so treffend formuliert hat. Ein spannendes Jahr 2018 ging rasend schnell vorbei. Allerhöchste Zeit also für ein großes Dankeschön an meine Leser und meine Weggefährten analog wie digital für den regen Austausch und die inspirierende Diskussion. Und Zeit für einen kleinen Rückblick auf die Themen dieses Jahres, die mehr oder weniger um die beiden Schwerpunkte Agilität und agile Transformation einerseits und menschliche – oder besser: menschenwürdige – Führung andererseits kreisten.

Jahresrückblick 2017: Agile by nature, Rebel without a pause, working out loud

Ein sehr intensives und spannendes Jahr neigt sich dem Ende. Es stand im Zeichen der Agilen Transformation der BMW Group IT. Meine Rolle als Agile Transformation Agent lässt sich am besten irgendwo zwischen Agile Evangelist, Agile Coach, Hofnarr und Organisationsrebell beschreiben. Wie so eine agile Transformation dann aussieht zeigt das folgende Symbolbild (danke der Nachfrage, es geht mir gut) oder erkläre ich ganz frisch im Firmenfunk-Podcast Es ging in den 52 Artikeln hier im Blog – die neben Arbeit und Familie nicht immer leicht zu schreiben waren – entsprechend viel um Agilität, Führung im Kontext der Agilität und um Neue Arbeit, aber auch um Rebellentum, Working Out Loud, die Macht der Vernetzung und vieles mehr. Die Top-10 Artikel 2017 Diese Themen scheinen anzukommen und viele zu beschäftigen, denn gemessen an den Zugriffszahlen war 2017 das erfolgreichste Jahr für mein Blog mit über 80.000 Seitenaufrufe von über 45.000 Besuchern. Ganz besonders gut kamen die folgenden Artikel an, die ich in dieser Top-10 nochmal kurz zusammengefasst habe. Führung heißt, andere erfolgreich machen Da Führung mit Menschen zu tun …

Niemals ohne Vision

Agil bedeutet wendig. Ohne eine Vision wird aus wendig aber schnell beliebig; anstatt sich zielgerichtet vorwärts zu bewegen dreht sich das Team im Kreis. Eine kraftvolle Vision beschreibt einen attraktiven Idealzustand, den alle Beteiligten als sinnvoll ansehen. Die Notwendigkeit einer solchen Vision wird leider oft unterschätzt oder aus Angst vor Misserfolg durch zu realistische und kraftlose Ziele ersetzt.

Muster brechen

Am 20. und 21. November 2015 findet zum fünften Mal das PM Camp an seinem Ursprung in Dornbirn statt. Unser Versuch das Muster der großen und teuren Konferenzen mit ausgesuchten Vorträgen durch eine Unkonferenz im Barcamp-Format zu brechen ist ein voller Erfolg. Und so lautet das diesjährige Motto auch „Muster brechen“. Wie letztes Jahr veranstalten wir zu diesem Thema im Vorfeld wieder eine Blogparade. Sollen Projekte Muster brechen? Inhaltlich ganz sicher, schließlich geht es um Veränderung. Kann es für diese Veränderungsarbeit dann feste Muster des Vorgehens geben? Höchstens als Rohmaterial, das mit Erfahrung eingesetzt, angepasst und kontinuierlich verbessert werden muss.