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Operation Monkey Business

Gebhard Borck’s „Affenmärchen: Arbeit frei von Lack & Leder“ ist ein besonderes Buch in zweierlei Hinsicht. Einerseits weil Gebhard Borck an etwas rüttelt, das die meisten von uns als unverrückbar hinnehmen: Im Zentrum steht nämlich die Frage, ob Arbeit in Unternehmen so organisiert und Menschen so gemanaged werden müssen wie es heute mehrheitlich der Fall ist oder ob es Alternativen es gibt. Und andererseits, weil Gebhard Borck das Buch auf ganz besondere Art geschrieben und veröffentlicht hat: Das gesamte Buch kann online in ca. 100 Blogposts kostenlos gelesen werden. Nach dem großen Erfolg des deutschen Affenmärchens geht Gebhard Borck zur Übersetzung seines Buches wieder einen ungewöhnlichen Weg: Crowdfunding heißt das Stichwort und Operation Monkey Business seine Initiative. Das Affenmärchen hat mir sehr gefallen. Deshalb unterstütze ich die Übersetzung.

Erfolgreich führen in Netzwerken

Das vor kurzem erschienene Buch von Leopold Faltin, vielen gut bekannt als @meincoach auf Twitter, trägt den etwas unscheinbaren Titel „Erfolgreich führen in Netzwerken: Gemeinsamkeit gestalten“ (Amazon Affiliate Link). Es geht jedoch um die zentrale Fertigkeit unserer Zeit: Laterales Führen, also dem Führen ohne Weisungsbefugnis. Wie übernimmt man diese Führung wenn es darauf ankommt? Wann und wie lässt man sich durch andere führen? Welche Regeln gelten in diesem Wechselspiel der Kräfte? Das alles sind Fragen, die in diesem auch und gerade für Projektmanager sehr empfehlenswerten Buch verständlich, präzise und anschaulich beantwortet werden.

Affenmärchen

Mit Gebhard Borck’s „Affenmärchen: Arbeit frei von Lack & Leder“ ist nun das zweite Buch eines Mitglieds des netzwerk sinnvoll • wirtschaften in meinem Blog gelandet (das erste war „Feel it!“ von Andreas Zeuch). Ein besonderes Buch in zweierlei Hinsicht. Einerseits weil Gebhard Borck an etwas rüttelt, das die meisten von uns als unverrückbar hinnehmen: Im Zentrum steht nämlich die Frage, ob Arbeit in Unternehmen so organisiert und Menschen so gemanaged werden müssen wie es heute mehrheitlich der Fall ist oder ob es – und wenn ja welche – Alternativen es gibt. Und andererseits, weil Gebhard Borck das Buch auf ganz besondere Art geschrieben und veröffentlicht: Das gesamte Buch kann online in ca. 100 Blogposts kostenlos gelesen werden. Zusätzlich kann das Buch gedruckt, in einzelnen Kapitel als E-Book erworben werden, auch um dem Autor damit die eigene Anerkennung zu zeigen. Es ist, so viel sei vorweggenommen, sein Geld absolut wert.

Professionelle Intelligenz

Gunter Dueck widmet sein neuestes Buch „Professionelle Intelligenz“ (Amazon Affiliate-Link) der Frage „Worauf es morgen ankommt“, so der Untertitel. Ausgangspunkt ist die provokante Behauptung, alles Wesentliche stehe im Internet und wird damit zur jederzeit und überall verfügbaren Commodity, weshalb sich jeder Berufsangehörige fragen muss, „ob er einem Menschen, der nach zwei Stunden Internetsurfen noch offene Fragen hat, noch einen wertvollen Rat […] geben kann“ (S. 23 bzw. die Rede auf der re:publica XI). Früher reichte viel weniger aus um als professionell zu gelten. Vieles von dem was mittlerweile im Internet steht, war früher nur Experten in großen Unternehmen mit entsprechender Infrastruktur zugänglich, weshalb der Kunde auf Experten angewiesen war. Wenn wesentliche Tätigkeitsanteile von Berufsbildern zunehmend ins Internet ausgelagert werden, wie muss echte Professionalität dann in Zukunft definiert werden? Immer schon gab es neben der normalen Intelligenz des Verstandes (IQ) andere Dimensionen und Maßstäbe der Professionalität. Durch einseitige Betonung der rationalen Intelligenz des Verstandes in der Ausbildung und im Berufsleben sind die anderen Anteile heute jedoch oftmals verkümmert. Das was wir also heute mehr oder weniger …

Nerd Attack!

Eigentlich habe ich es ja nicht so mit Nostalgie. Zu oft habe ich seit meiner Kindheit die Klagen älterer Mitmenschen anhören müssen, früher sei doch alles besser gewesen. Trotz Krieg und Nachkriegszeit wohlgemerkt. Als Beweis wurde dann immer angeführt, dass damals eine Semmel (für die norddeutschen Leser: ein Brötchen) schließlich nur zwei Pfennig kostete. Meine rationale Argumentation mit Inflation und Statistik der Lebensmittelpreise verlief stets ergebnislos. Nostalgische Schwärmerei ist meiner Meinung nach ein untrügliches Anzeichen fortschreitenden Alters, ebenso wie die (eingebildete) Unverträglichkeit von Kaffee nach 15:00 Uhr. Dennoch halte ich Nerd Attack!: Eine Geschichte der digitalen Welt vom C64 bis zu Twitter und Facebook von Christian Stöcker für ein sehr wichtiges Buch und keineswegs für nostalgische Verklärung der Vergangenheit. Werde ich langsam alt?