Alle Artikel in: Digitalisierung

Eine kurze Geschichte der Digitalisierung

Die Digitalisierung: Kaum ein Schlagwort wurde in den letzten Jahren so inflationär gebraucht. Und wie so oft bei Schlagwörtern steht der Gebrauch in umgekehrt proportionalem Verhältnis zum Verständnis. Alles hängt nun irgendwie mit der Digitalisierung zusammen, ohne dass klar ist, was diese Digitalisierung sein soll. Natürlich hat sie etwas mit Computern und Rechenleistung zu tun. Das alleine kann es aber nicht sein, dazu gibt es Computer schon zu lange. Ein entscheidender Aspekt der Digitalisierung ist vielmehr die Vernetzung. Smartphones machten das Digitale alltagsfähig und die Vernetzung zum Normalzustand. Und dieses immer dichtere Netzwerk aus immer leistungsfähigeren und allgegenwärtigen Computern ist der Nährboden für Plattformen, die dann altbewährte und eher analoge Geschäftsmodelle ruinieren.

Social Media Icons on a Smartphone

Employee Advocacy: Mundpropaganda im digitalen Zeitalter

Der konstruktive Umgang mit Social Media fällt vielen Organisationen schwer. Nach innen liegt viel Potential der Vernetzung in einem Enterprise Social Network noch brach und nach außen beschränkt sich die Nutzung in vielen Fällen auf das Verteilen von Pressemitteilungen über die offiziellen Social-Media-Kanäle. Die Mitarbeiter sind da meistens schon deutlich weiter als ihr Arbeitgeber. Gerade Digital Natives bewegen sich als Privatpersonen ganz selbstverständlich im virtuellen öffentlichen Raum und engagieren sich auf Facebook, Twitter, Instagram, LinkedIn. Das ist so und lässt sich auch nicht vermeiden und verbieten. Wie sollen also Organisation damit umgehen?

Die Ästhetik des Scheiterns

In Japan gibt die Kunst des Kintsugi. Bei dieser traditionellen Reparaturmethode wird zerbrochene Keramik mit einem Lack geklebt in den Gold-, Silber oder Platinpulver gemischt wurde. Anstatt die Bruchstellen bestmöglich zu kaschieren, werden diese hervorgehoben. Der Makel wird als wichtiger Teil der Historie des Objekts betrachtet und genau in dieser einzigartigen Unvollkommenheit wird die eigentliche Schönheit gesehen. In dieser kunstvollen Reparatur zeigt sich deutlich das Prinzip des Wabi-Sabi, das von buddhistischen Autor Taro Gold treffend als „the wisdom and beauty of imperfection“ beschrieben wird. I have not failed. I’ve just found 10,000 ways that won’t work. Thomas A. Edison Es ist alles eine Frage der Ästhetik im ursprünglichen Wortsinn, der nichts mit Schönheit zu tun hat sondern lediglich Wahrnehmung bedeutet. Eine zerbrochene Teeschale kann einerseits als Katastrophe und als Ende der Schale wahrgenommen werden oder andererseits als Übergang zu einem anderen und noch schöneren Zustand gesehen werden. Die zerbrochene Teeschale bleibt immer gleich, nur unsere Sicht darauf und unser Umgang damit ändert sich. Success is not final, failure is not fatal: it is the courage …

Einfach machen

Agilität ist mehr als eine Methode, Agilität ist eine Frage der Haltung. Insbesondere die Haltung im Umgang mit Unsicherheit spielt die entscheidende Rolle: Begegnen wir Unsicherheit eher mit zuversichtlicher Neugier oder ängstlicher Ablehnung? Diese Frage stellt sich sowohl für jeden einzelnen, als auch für Organisationen insgesamt bezüglich der dort vorherrschenden und gepflegten Kultur, denn Angst und Agilität sind eine schlechte Kombination. Neugier, Mut und Zuversicht helfen da schon deutlich mehr, ebenso die Fokussierung auf das, was hier und heute mit dem vorhandenen Wissen und den vorhandenen Mitteln möglich ist. Und das dann einfach machen, ausprobieren und auf dem Weg lernen.

Märkte sind Gespräche

Viele reden vom digitalen Wandel oder der digitalen Transformation. Die einen sehen die zunehmende Durchdringung aller Lebensbereiche mit digitalen Technologien eher angstvoll und sind besorgt um ihre Daten und ihre Privatsphäre, die anderen sehen eher die Chancen und den Nutzen der zunehmenden Vernetzung. Was passiert da gerade eigentlich? Diese berechtigte Frage stellt die OTTO Gruppe im Rahmen einer Blogparade.