Alle Artikel in: Führung

Minimal-invasive Führung

Gemeinhin wird Führung als harte Arbeit gesehen. Das Bild des ständig erreichbaren, dynamischen und gestressten Managers wird von den Medien allzu gerne genutzt und hat sich uns eingeprägt. Irgendwie, so die Denkweise, müssen die üppigen Managergehälter ja gerechtfertigt werden. Ein Argument das übrigens alle Beteiligten gerne nutzen: aus Sicht der geringer entlohnten Nicht-Manager ist der Stress die wohlverdiente Strafe und aus Sicht der Manager dient er der Rechtfertigung. Gerade in den ersten Jahren als Führungskraft hat man oft das Gefühl seine Mitarbeiter im Stich zu lassen, wenn man nicht mindestens genauso schwitzt. Ein gefährlicher Trugschluss, der verhindert sich auf die wesentlichen Führungsaufgaben zu konzentrieren. Minimal-invasive Führung statt hektischem Kommandieren.

Führung erfahren

Projektmangement bedeutet Führung von Wissensarbeitern unter extremen Bedingungen. Führungserfahrung ist damit ein entscheidender, wenn nicht der entscheidende, Erfolgsfaktor im Dickicht zunehmend komplexer werdender Projekte und Organisationen. Überall dort wo der Unternehmenserfolg von gelungenen IT-Projekten abhängt, lohnt sich die Investition in die Führungskompetenz derjenigen Mitarbeiter die in IT-Projekten Führungsaufgaben im weitesten Sinne wahrnehmen: Projektmanager, Teamleiter, Scrummaster, Fachliche Chefdesigner, Architekten, usw.

Projektcoaching (22): „Richtige“ Arbeit

Früher als Programmierer war alles besser. Die eigenen Beiträge waren sofort sichtbar. Die Ergebnisse erstklassig und geschätzt. Die Arbeit war befriedigend. Die ersten Schritte im Projektmanagement und anderen Führungsaufgaben sind mühsam. Nicht weil es so kompliziert wäre, sondern weil die eigenen Wertevorstellungen von „richtiger“ Arbeit im Wege stehen.

Ehrenamt 2.0

Das Ehrenamt im Sinne eines bürgerschaftlichen Engagements erlebt seit einiger Zeit in Form von Open Source, Open Content, Web-2.0, etc. eine Renaissance und Neudefinition. Örtliche Einschränkung fallen genauso weg wie die Abhängigkeit von gemeinnützigen Organisationen. Mehr denn je kann sich jeder seinen Fähigkeiten und Neigungen gemäß einbringen. Und mehr denn je nehmen Menschen diese Möglichkeiten, einen individuellen sinnvollen Beitrag zu leisten auch wahr, gewinnen dadurch Selbstvertrauen und werden sich ihres Wertes und letztlich ihrer Macht bewusst. Das kann nicht ohne Auswirkungen auf das Arbeitsleben bleiben.

Fachkraft, Manager oder Unternehmer?

Schon Faust klagte: „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust“. Bei Projektmanagern sind es oft sogar drei: Fachkraft, Manager und Unternehmer. Die Fachkraft, die er war bevor er Projektmanager wurde; der Manager, der er nach gängiger Projektmanagement-Lehre ist und der Unternehmer, der dem Projekt Führung, Vision und Richtung geben sollte. In der Praxis führt das dazu, dass maximal zwei Rollen wirklich gelebt werden – leider meist die zwei bequemen: Fachkraft und Manager. Auf der Strecke bleibt die Führung: „Haben uns verlaufen, kommen aber gut voran!“ (Tom deMarco)