Alle Artikel in: Kommunikation

Projektcoaching (25): Verteilte Teams

Projekte sind mehr denn je durch eine zunehmende Heterogenität gekennzeichnet. Einerseits in Bezug auf die Zusammensetzung des Teams, das fast nie ausschließlich aus Mitarbeitern eines einzigen Unternehmens besteht, sondern immer aus einem Geflecht aus mehreren Dienstleistern und freiberuflichen Mitarbeitern. Andererseits – und teilweise aus dem vorigen resultierend – in Bezug auf die räumliche Verteilung des Teams, das fast nie zusammen in einem einzigen Projektraum sitzt. Vieles, was unter optimalen räumlichen Bedingungen (also alle in einem Raum) nur für lästige, aber vernachlässigbare, Reibungsverluste sorgt, hat bei verteilten Teams das Potential sich zur Katastrophe auszuwachsen. Defizite in der Führung, der Kommunikation und der Interaktion fallen erst viel später auf. So geschehen beispielsweise beim Absturz des Mars Climate Orbiters, bei dessen Konstruktion das Team der NASA mit Einheiten im international gebräuchlichen SI-System rechnete, das Team des Herstellers der Steuerungseinheit aber im imperialen System (vgl. „Verwalten Sie noch oder führen Sie schon?“).

Projektcoaching (23): Arbeit verteilen

Mit diesen Folien kann ich morgen nie und nimmer in den Lenkungskreis. Also wieder eine Nachtschicht und doch selbst Hand anlegen. Wie immer. Hätte ich mir doch bloss schon früher die Folien zeigen lassen. Eigentlich hatte ich ja vereinbart, dass alles bis Freitag Mittag fertig sein muss. Und dann nichts mehr gehört. Am Freitag hatte ich dann aber absolut keine Zeit um nach den Folien zu fragen. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass alles fertig ist. Und jetzt ist schon Dienstag. Und morgen der Lenkungskreis. Und der Foliensatz eine einzige Baustelle. Das hat früher als Fachkraft ohne Führungsaufgaben alles so einfach ausgesehen: Manager verteilen die Arbeit und warten bis sie erledigt ist. Dass ich nicht lache!

Qualität als Keimzelle produktiver Teams

Rein sachliche Arbeit ohne emotionale Störungen gibt es nicht. Wo Menschen sind, gibt es immer Emotionen. Die (sachliche) Arbeit beeinflussen unsere Emotionen aber nicht nur negativ. Exzellente Leistungen entstehen nicht durch sachliches Abwickeln, sondern erfordern eine gehörige Prise Leidenschaft. Wenn Emotionen unvermeidlich und sogar wünschenswert sind, bleibt die Frage wie man sinnvoll damit umgeht.

Woran IT-Projekte scheitern und wie Sie es frühzeitig erkennen

IT-Projekte scheitern mit einer Wahrscheinlichkeit von 20%. Bei großen Projekten von 10.000 function-points oder mehr steigt die Wahrscheinlichkeit sogar auf 40%. Nicht einmal ein Drittel aller IT-Projekte hält Zeitplan und Budget ein und liefert die erwartete Funktionalität und Qualität. (Quelle: Standish Group. CHAOS Report, 2004). Woran liegt das? Oft lassen sich die Probleme und Risiken bereits frühzeitig erkennen. In Ihrem Artikel Early Warning Signs of IT-Project Failure: The Dominant Dozen haben Kappelman, McKeeman und Zhang Frühindikatoren identifiziert und zusammengefasst.