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Management im Wandel

Für Frederick W. Taylor war klar: ausführende und planende Arbeit muss getrennt werden. Der Manager optimiert die Arbeitsabläufe und gibt den Arbeitern ihr tägliches Pensum vor. Die Annahme war, dass die Arbeiter selbst zu dieser Optimierung nicht fähig sind. Eine Annahme, die zur Zeit der Industrialisierung so falsch nicht war. Der Manager wusste also über das Wie der Arbeit mehr als seine Untergebenen und wäre in der Lage gewesen, die Arbeiten selbst auszuführen.

Und heute: Welche Tätigkeiten im Projekt könnte ich als Manager selbst ausführen? Ich muss mir kleinlaut eingestehen, dass ich kaum eine der Arbeiten meiner Mitarbeiter ausführen könnte. Das muss ich aber auch nicht, denn dafür sind sie die Experten. Es wäre respektlos und anmaßend, es zu versuchen.

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Erinnerungen für Geburtstage in iCal

Es ist zwar ganz nett, dass ich mir in OS X (10.7) die Geburtstage meiner Kontakte aus dem Adressbuch im Kalender anzeigen lassen kann. An Geburtstage würde ich aber auch gerne erinnert werden. Insofern ist es mir unbegreiflich, wieso ich für die Geburtstagsereignisse keine Erinnerungen setzen kann. Um dem Abhilfe zu schaffen, habe ich mir ein kleines Applescript gebastelt. Einfach im Dialog die Stunden vor (negativ) oder nach (positiv) dem Ereignis (immer auf 0:00 Uhr terminiert) eingeben und das Script setzt für alle Ereignisse des Kalenders Geburtstage die Erinnerungen entsprechend.

Creative Commons Lizenzvertrag

Nachtrag 29.07.2012: In OS X 10.8 Mountain Lion gibt es dafür mittlerweile eine Option im Kalender:

 

Jahresrückblick 2010

Mit dem Jahr 2010 bin ich in jeder Hinsicht mehr als zufrieden.

Insbesondere freuen mich die vielen Leser dieses Blogs und das unglaublich positive Feedback, ob als Kommentar, Retweet, E‑Mail oder im persönlichen Gespräch. Danke! Die zehn meistgelesenen Artikel folgen unten. Die Resonanz hat mich überrascht, waren die Artikel doch zunächst mehr Denkhilfe nach dem Vorbild von Heinrich v. Kleist:

Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden.

Ein besonderer Dank geht an Andreas Heilwagen für das Interview in seinem Blog (das leider nach dem viel zu plötzlichen Tod von Andreas nicht mehr online ist); ebenso an Robert Wiechmann für das Interview in seinem Blog.

Für die vielen interessanten Diskussionen danke ich Roland Dürre: es ist mir eine Ehre, mit ihm gemeinsam das Fachliche IF-Forum zum Thema „Mensch & Management“ am 21. März 2011 zu gestalten.

Und nicht zuletzt geht mein Dank an Helmut Kiermeier und Kornelia Hietmann, mit denen der Aufbau der esc Solutions wahnsinnigen Spass macht und trotzdem große Freiräume für Projekte wie dieses Blog lässt.

Ich wünsche meinen Lesern ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2011!

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IF-Forum Mensch & Management

Achtung, neuer Termin: 11. April 2011

Menschen machen Projekte erfolgreich. Für die InterFace ein selbstverständliches Paradigma und entscheidend für den Erfolg ihrer Projekte. Für die esc Solutions bedeutet dies, Projekte ganzheitlich zu betrachten und durch IT-Projektcoaching die Menschen im Projekt erfolgreich zu machen. Die Qualität, die InterFace implizit in allen Projekten auszeichnet, bringen die Projekt-Coaches der esc Solutions also explizit in Projekte und Unternehmen ein.

Daher bestreiten die esc Solutions und die InterFace gemeinsam das Fachliche IF-Forum 2011 zum Thema Mensch&Management am 11. April 2011 um 14:00 bei InterFace in Unterhaching. Eingeladen sind Freunde, Kunden und Partner beider Unternehmen. Nachfragen richten Sie bitte an ClaudiaToth. Weitere Information zu den Vorträgen finden Sie hier.

Die Agenda

14:15 – 14:30 Hinführung durch Prof. Dr. Kathrin M. Möslein

Block 1: Menschen im Unternehmen

14:30 – 15:15 Thomas Vallon: Das Unternehmen als Stätte der Entfaltung?
15:15 – 16:00 Kornelia Hietmann: Profiling: Simplify your Personalentscheidung?

16:00 – 16:30 Pause mit Kaffee und Kuchen

Block 2: Führung und Strategie

16:30 – 17:15 Dr. Marcus Raitner/Helmut Kiermeier: Verwalten Sie noch oder führen Sie schon?
17:15 – 18:00 Roland Dürre: Unternehmensstrategie – Schlechte Ziele – schlechte Strategie

18:00 – 20:00 Gespräche, Umtrunk, Imbiss

Die Moderation erfolgt durch Prof. Dr. Kathrin M. Möslein.

“Um so schlimmer für die Tatsachen!”

Wirklichkeit ist ein Konstrukt. Gemäß dieser Kernthese des radikalen Konstruktivismus konstruiert sich jeder seine subjektive Wirklichkeit aus seinen subjektiven Wahrnehmungen. Diese prinzipiell ungenaue Landkarte verwechseln wir mit der Wirklichkeit, weshalb wir sie nicht mehr ausreichend hinterfragen und aufgrund widersprüchlicher Wahrnehmungen anpassen. Stattdessen wird uns die Landkarte heilig und Unpassendes einfach passend gemacht: “Um so schlimmer für die Tatsachen!”, der Ausspruch des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel, als er bei der Verteidigung seiner Dissertation mit der harten Realität eines kurz zuvor entdeckten achten Planeten unseres Sonnensystems konfrontiert wurde, welchen es seiner Theorie nach nicht geben hätte dürfen, wird zur (un)bewussten Devise.

Wenn aber dem einzelnen Menschen schon der direkte Zugang zur Realität verwehrt bleibt, ist dann zu erwarten, dass dies Unternehmen — von Menschen gemacht und von Menschen geführt — besser gelingt? Auch die Wirklichkeit eines Unternehmens ist ein Konstrukt. Unternehmen, und dazu zählen im weiteren Sinne auch Projekte, basieren auf Grundannahmen; sie bilden die Realität mehr oder weniger genau ab, bleiben aber immer genau das: Abbilder. Das ist notwendig und sinnvoll; die Probleme entstehen auch hier erst, wenn die Landkarte mit der Realität verwechselt wird. Widersprüchliche Erfahrungen werden dann ignoriert oder umgedeutet, anstatt die Landkarte anzupassen.

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