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Projektcoaching (22): „Richtige“ Arbeit

Früher als Programmierer war alles besser. Die eigenen Beiträge waren sofort sichtbar. Die Ergebnisse erstklassig und geschätzt. Die Arbeit war befriedigend. Die ersten Schritte im Projektmanagement und anderen Führungsaufgaben sind mühsam. Nicht weil es so kompliziert wäre, sondern weil die eigenen Wertevorstellungen von „richtiger“ Arbeit im Wege stehen.
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Management by surprise

Das Team steht unter Volllast. Es geht gut voran. Die Richtung stimmt. Das eigene Bauchgefühl ist gut, das Vertrauen in die Mannschaft unerschütterlich. Das ganze Umfeld des Projekts sieht das genauso. Das ganze Umfeld? Nein. Es gibt immer Interessenten am Projekt, die ein weniger gutes Gefühl dabei haben oder weniger Vertrauen haben. Denen reicht das gute Bauchgefühl und Vertrauen nicht: es müssen „Beweise“ her. Und schon ist es wieder soweit: völlig überraschend muss das Team, das weder Lust noch Zeit hat, innerhalb kürzester Zeit Folien und Tabellen füllen, um den Fortschritt managementtauglich darstellen zu können. Aber muss das immer so sein? Dieses Management by surprise und der damit einhergehende Frust lassen sich mit etwas Weitblick leicht vermeiden.

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Projektcoaching (21): Rollenwechsel

Die ersten Einsätze als Projektmanager sind gerade für viele ehemalige Fachkräfte eine Qual. Nicht weil sie das Handwerkszeug nicht beherrschen, hierfür gibt es hervorragende Schulungen und Bücher, sondern weil sie in ihrer neuen Rolle noch nicht angekommen sind. Der Maßstab der für die Arbeit als Fachkraft gestern noch galt, greift heute nicht mehr. Wer es nun versäumt die neue Rolle zu durchdenken und die eigenen Beiträge zu definieren, dem droht ein Rückfall in die eigene Komfortzone als Fachkraft. Freilich eine Fachkraft, die jetzt zusätzlich die Aufgaben des Projektmanagements mehr schlecht als recht ausführen muss. Ein Plädoyer diesen Rollenwechsel, der mehr einem Berufswechsel gleichkommt, bewusst zu gestalten und professionell zu begleiten. Weiterlesen

Projektcoaching (20): Legehennen

Alle reden von Cloud-Computing. Die Technik überbrückt den Raum. Irgendwann spielt der physische Aufenthaltort nur noch insofern eine Rolle als dort die nötige Bandbreite zur Verfügung stehen muss. (Dass dies leider immer noch nicht überall der Fall ist bemängelte unlängst Gunter Dueck auf der republica 2011.) Dennoch fahren wir jeden Tag aufwändigst an unseren Arbeitsplatz und glauben die effektivste Methode zusammen zu arbeiten, beispielsweise in einem Projekt, wäre es alle in einen Raum zu sperren. Kurze Wege, heißt es dann. Aber wozu? Und ist physische Nähe wirklich die einzige Antwort?
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365 Tage, 76 Artikel, 2.713 Besucher

Ein Jahr „allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Schreiben“ (frei nach Heinrich v. Kleist). Zeit für einen Rückblick. Innerhalb des ersten Monats stieg die Anzahl der absolut eindeutigen Besucher schnell auf ca. 100 pro Woche und pendelte sich dann auf diesem Niveau ein. Diesen nicht mitgerechnet sind 76 Artikel erschienen, also im Schnitt 1,5 Artikel pro Woche. Trotz des bewusst gewählten „/misc“ als Titel des Blogs kreisten die weitaus meisten davon um die Themen Projektmanagement, Führung, Wissensarbeit und Projektcoaching.

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