Alle Artikel mit dem Schlagwort: Augenhöhe

Das Unternehmen als Werkstatt für gelingendes Leben

So hat Bodo Janssen ein zentrales Kapitel in seinem neuen Buch „Kraftquelle Tradition. Benediktinische Lebenskunst für heute“ (Amazon Affiliate-Link) überschrieben. Unternehmen sind mehr als nur Orte der Wertschöpfung und ihr Zweck ist nicht der Profit. Der wirtschaftliche Erfolg ist die Folge der Verwirklichung der Mitglieder in dieser Werkstatt für gelingendes Leben. Eine erfrischend andere Sichtweise auf Unternehmen und den Zweck von Unternehmen, bei der der Mensch nicht nur Mittel ist, sondern tatsächlich im Mittelpunkt steht.

Gleichwürdige Teilhabe als Schlüssel zur erfolgreichen Transformation

Alle reden von Transformation, denn der digitale Wandel verlangt anpassungsfähige und kundenorientierte Organisationen. Unverrückbar erscheinende Organisationsprinzipien und über lange Jahre erfolgreiche Verhaltensweisen stehen in Frage: Weg vom lokalen Effizienzoptimum im funktionalen Silo hin zur interdisziplinären Zusammenarbeit entlang des Wertstroms, weg von langfristiger Planung in relativ stabilem Umfeld hin zu Segeln auf Sicht im VUCA-Sturm und weg von der Pyramide als Organisationsprinzip hin zum Netzwerk. Ein Umbruch in dieser Dimension gelingt aber nur, wenn die betroffenen Menschen nicht bloß als passive Objekte irgendwie „mitgenommen“ werden, sondern gleichwürdig an der Gestaltung teilhaben dürfen.

Neue Führung missverstanden

Das Bonmot von Peter F. Drucker, dass Kultur jede Strategie zum Frühstück verspeist, gilt auch und ganz besonders für diejenigen, die neue Führung auf Augenhöhe in einer andersdenkenden Umgebung wagen. Wo Führung normalerweise durch Micromanagement und Überbehütung gekennzeichnet ist, wird Führung zur Selbstführung irgendwo zwischen Faulheit, Unfähigkeit und Vernachlässigung der Fürsorgepflicht interpretiert.

Auf Augenhöhe

Wenn von der Veränderung der Arbeitswelt insbesondere im Zuge der Digitalisierung die Rede ist (nicht zuletzt auch hier im Blog) darf der Begriff der Augenhöhe nicht fehlen. Einerseits wegen des gleichnamigen, sehr sehenswerten Films und andererseits, weil Augenhöhe tatsächlich kurz und prägnant das Ideal der Zusammenarbeit im Zeitalter der Wissensarbeit beschreibt. Grund genug den Gedanken der Zusammenarbeit auf Augenhöhe, der so neu gar nicht ist wie die beinahe inflationäre Verwendung des Begriffs in letzter Zeit glauben lässt, ein wenig genauer zu betrachten.

Zusammenarbeit gestalten auf Augenhöhe

Den regelmäßigen Lesern wird nicht verborgen geblieben sein, dass sich der Untertitel meines Blogs kürzlich geändert hat. Im neuen Titel „Zusammenarbeit gestalten auf Augenhöhe“ drückt sich kurz und knapp aus, was für mich modernes Projektmanagement und gute Führung ausmacht und wie ich meine Rolle als Projektmanager und Führungskraft begreife. Die zwei Teile dieses Untertitels will ich kurz ein wenig genauer betrachten: „Zusammenarbeit gestalten“ als mein Verständnis der Führungsaufgabe und „auf Augenhöhe“ als die Art und Weise dieser Gestaltung.