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Dekonstruktion und Projektmanagement Canvas

Kein Projekt gleicht dem anderen. Projekte sind einmalige Vorhaben. Im Laufe der Jahre haben sich Muster in der Durchführung von Projekten herauskristallisiert und aus diesen Mustern wiederum Standards. Jeder Standard bringt seine eigenen Begriffe und seine eigene Systematik mit. Die Dekonstruktion des Projektmanagements sieht in den Standards und ihren Methoden lediglich verschiedene Ausprägungen oder Umsetzungen derselben grundlegenden Anforderungen. Um die Gräben zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen des Projektmanagements, insbesondere zwischen agil und klassisch, überbrücken zu können, braucht es eine Rückbesinnung auf diese abstrakte Ebene der Anforderungen. Und dort braucht es eine gemeinsame Sprache. Als vielversprechendstes Hilfsmittel dafür erscheinen mir im Moment die von Alexander Osterwalders Business Model Canvas inspirierten Arbeiten an einer Projektmanagement Canvas – unter anderem auf openPM.

Dekonstruktion des Projektmanagements

Menschen machen Projekte. Viel länger schon als Projektmanagement standardisiert und zertifiziert wird. Weder für die Pyramiden noch für die chinesische Mauer waren ein PMBOK oder eine ICB notwendig. Über die letzten Jahrzehnte hinweg sammelten verschiedene Institutionen das vorhandene angewandte Wissen im Projektmanagement und verdichteten es zu dicken Büchern. Das alles unter dem Einfluss der aus heutiger Sicht fragwürdigen und teilweise unpassenden Paradigmen von Frederick Winslow Taylor. Peter F. Drucker erkannte bereits, dass im Zeitalter der Wissensarbeit die Zusammenarbeit von Wissensarbeitern neu zu organisieren sein wird. Entsprechend erleben wir derzeit neue Formen und Experimente der Unternehmensführung (Semco, Gore, WholeFoods, etc.) und ebenso alternative Formen der Projektdurchführung (Scrum und andere agile Modelle). Anstatt nun vergeblich über die eine richtige Methode zu streiten, sollten wir einige Schritte zurück treten und sauber zwischen Anforderung und Umsetzung unterscheiden.