Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fehlerkultur

Drei Zutaten einer Innovationskultur: Vielfalt, Offenheit und Vernetzung

Menschen sind grundsätzlich kreativ und innovativ und das als soziale Wesen gerne im Austausch mit anderen. Die meisten Organisationen nutzen aber nur einen Bruchteil dieses enormen kreativen Potentials. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Reduktion von Menschen auf Rollen und Funktionen im Getriebe einer Organisation, die sich selbst als Maschine begreift. Innovation entsteht aber immer jenseits klarer Rollen, dadurch dass begeisterte Menschen in einer Haltung der Großzügigkeit und Offenheit die Möglichkeiten der Vernetzung ausschöpfen und ihre zugestandenen Kompetenzen bewusst übertreten.

Angst

Angst und Agilität: Eine schlechte Kombination

Agilität geht per Definition einher mit einem gewissen Maß an Unsicherheit. Agil bedeutet wendig. Wendig zu bleiben ist aber nur dort sinnvoll, wo das Ziel nicht exakt genug bestimmt werden kann. Es geht der Agilität also in erster Linie um Effektivität und erst danach um Effizienz. Agil vorgehen heißt öffentlich Fehler machen und diese zu nutzen um den Kurs zu korrigieren. Eine von Angst vor Fehlern geprägte Unternehmenskultur und Agilität passen daher nicht gut zusammen.

Scheitern zum Erfolg

Was Projekte und insbesondere große IT-Projekte betrifft, gibt man sich allzu oft der Illusion der Planbarkeit hin. Die inhärente Komplexität von Vorhaben will man durch genaue Planung in den Griff bekkommen. Genaue Planung setzt aber voraus, dass die Zusammenhänge genau verstanden werden können, was gerade bei komplexen Vorhaben per Definition nicht der Fall ist. Was aber prinzipiell im Detail nicht planbar ist, wird sich nicht auf geradem Wege erreichen lassen. Fehlversuche oder wenigstens Abweichungen sind also kein Makel, sondern haben Methode.

agile

Agil bedeutet wendig

In der Diskussion um Agilität ist immer wieder von der Kultur und einem notwendigen Kulturwandel die Rede. Meistens freilich ohne diese Kultur ausreichend präzise zu bestimmen. Es fallen dann Begriffe wie positive Fehlerkultur und Vertrauen, die aber eher Mittel zum Zweck sind. Die eigentliche Kulturveränderung beginnt beim Erkennen der Planbarkeit von komplexen Vorhaben als Illusion und rührt an den Grundfesten unserer klassischen Industrieunternehmen.