Alle Artikel mit dem Schlagwort: Hierarchie

Führung im Wandel – Augenhöhe statt Unterordnung

Im Übergang vom Industriezeitalter in das Zeitalter der Wissensarbeit ändert sich das Verhältnis von Mitarbeitern zur Organisation grundlegend. Aus abhängigen Arbeitern werden zunehmend unabhängige Wissensarbeiter, die ihre Produktionsmittel im Kopf tragen. Die Organisation ist deshalb mehr auf die Wissensarbeiter angewiesen als umgekehrt. Das Netzwerk löst in diesem Übergang die Hierarchie als führendes Organisationsprinzip ab. Führung basiert daher nicht länger auf Unterordnung und Gehorsam, sondern hat jetzt die Selbstführung der ihr anvertrauten Menschen zum Ziel.

Wissen ist Macht

Hierarchische Organisationsformen neigen automatisch zu einem Ungleichgewicht an Wissen. Je höher der Rang, desto mehr strategisches Wissen über den Zustand des Unternehmens, die zukünftige Ausrichtung und geplante Veränderungen. Informationen zu heiklen Themen wie beispielsweise einer Umorganisation tröpfeln nur sehr zögerlich nach unten und gelangen erst im letzten Moment nach mehrfacher Filterung zu den Betroffenen. Für dieses Ungleichgewicht an Wissen gibt es im Zeitalter der Wissensarbeit keinen logischen Grund außer eben dem Erhalt der mühsam erkämpften formalen Macht. Ein Schema das sich im Unternehmen nicht auf die Schnelle verändern wird und das sich vielleicht auch gar nicht evolutionär verändern lässt, das jeder in seinem Einflussbereich und insbesondere in seinen Projekten aber nicht auch noch fördern muss.