Alle Artikel mit dem Schlagwort: Leadership

10 Erkenntnisse aus Googles Suche nach guter Führung

Im Jahr 2008 startete ein Team bei Google das Project Oxygen. Das Projekt hatte das Ziel, herauszufinden was gute Führung ausmacht und welche Verhaltensweisen einen guten Manager bei Google charakterisieren. Als datengetriebenes Unternehmen, das Google durch und durch ist, näherte sich das Team auch dieser Frage auf Basis von Daten aus Mitarbeiterbefragungen und den jährlichen Leistungsbeurteilungen der Manager. Die ursprünglich acht Verhaltensweisen wurden kürzlich überarbeitet und um zwei ergänzt. Sie wirken auf den ersten Blick immer noch recht banal oder, wie die New York Times schon 2011 in ihrem Artikel feststellte, fast wie ein Gag auf dem Whiteboard in der Fernsehserie “Das Büro”. Doch von dieser Einfachheit darf man sich nicht täuschen lassen. Google konnte durch darauf aufbauende Trainings und einfach durch die mit der Veröffentlichung einhergehende intensive Beschäftigung mit dem Thema Führung in den letzten Jahren positive Auswirkungen verzeichnen in Bezug auf Mitarbeiterzufriedenheit, Fluktuation und Leistung. Grund genug für einen zweiten Blick.

Die Kunst der Beidhändigkeit

Wir erleben eine Welt in „der vieles anders ist und immer schneller anders wird“, wie das der Zeitforscher Karl-Heinz Geißler so treffend formuliert hat. Die gefühlte oder reale Geschwindigkeit des Lebens steigt täglich getrieben von faszinierenden und teils beängstigenden technologischen Entwicklungen von Künstlicher Intelligenz bis zu Blockchain. Damit steigt der Veränderungs- und Innovationsdruck in Unternehmen enorm. Die Halbwertszeit von Produkten und Geschäftsmodellen wird immer kürzer. Im Klartext heißt das, dass Unternehmen sich immer wieder und in immer kürzeren Abständen neu erfinden müssen, um zu überleben. Neben der immer im Vordergrund stehenden Effizienz und Profitabilität im heutigen Geschäft muss es langfristig überlebensfähigen Unternehmen zur zweiten Natur werden, mutig neue Chancen auszuloten und ständig neue Geschäftsmodelle zu erproben. Gerade weil aber das dingende Geschäft von heute gerne das Wichtige, nämliche das Geschäft von morgen, verdrängt heißt die sechste und letzte These im Manifest für menschliche Führung: „Mutig das Neue erkunden mehr als effizient das Bekannte ausschöpfen.“

Jahresrückblick 2017: Agile by nature, Rebel without a pause, working out loud

Ein sehr intensives und spannendes Jahr neigt sich dem Ende. Es stand im Zeichen der Agilen Transformation der BMW Group IT. Meine Rolle als Agile Transformation Agent lässt sich am besten irgendwo zwischen Agile Evangelist, Agile Coach, Hofnarr und Organisationsrebell beschreiben. Wie so eine agile Transformation dann aussieht zeigt das folgende Symbolbild (danke der Nachfrage, es geht mir gut) oder erkläre ich ganz frisch im Firmenfunk-Podcast Es ging in den 52 Artikeln hier im Blog – die neben Arbeit und Familie nicht immer leicht zu schreiben waren – entsprechend viel um Agilität, Führung im Kontext der Agilität und um Neue Arbeit, aber auch um Rebellentum, Working Out Loud, die Macht der Vernetzung und vieles mehr. Die Top-10 Artikel 2017 Diese Themen scheinen anzukommen und viele zu beschäftigen, denn gemessen an den Zugriffszahlen war 2017 das erfolgreichste Jahr für mein Blog mit über 80.000 Seitenaufrufe von über 45.000 Besuchern. Ganz besonders gut kamen die folgenden Artikel an, die ich in dieser Top-10 nochmal kurz zusammengefasst habe. Führung heißt, andere erfolgreich machen Da Führung mit Menschen zu tun …

Führen wie ein Yogi: Fünf Prinzipien zum Umgang mit der Welt

Yoga wird gemeinhin in unserer westlichen Welt mit mehr oder weniger anspruchsvollen Körperhaltungen in Verbindungen gebracht. Tatsächlich sind diese sogenannten Asanas aber die dritte von acht Stufen des klassischen Yogawegs wie er von Patanjali im Yogasutra beschrieben wurde. Auf der ersten Stufe dieses Wegs stehen mit den fünf Yamas Verhaltensregeln zum Umgang mit sich selbst und der Welt. Ähnlich wie die sieben Todsünden der katholischen Kirche lassen sich diese Regeln sehr gut nutzen, um das eigene Führungsverhalten zu reflektieren.

Effektivität statt Hamsterrad

Seine Führungsphilosophie hat Peter F. Drucker selbst am besten zusammengefasst: „Management bedeutet, die Dinge richtig zu tun, Führung bedeutet, die richtigen Dinge zu tun.“ In vielen seiner Bücher und Interviews stellt Drucker immer wieder heraus, dass Führung in erster Linie bedeutet, sich selbst und seine Stärken und kennen und entsprechend seine Kräfte zu fokussieren.