Alle Artikel mit dem Schlagwort: Leadership

Prinzipien agiler Organisationen: Vertrauen statt Kontrolle

Der erste Artikel dieser Reihe Prinzipien agiler Organisationen zeigte am Beispiel der niederländischen Pflegeorganisation Buurtzorg den durchschlagenden Erfolg des Prinzips der Kundenorientierung durch Dezentralisierung. Anstatt der üblichen tayloristisch-funktionalen Gliederung und der entsprechenden hierarchischen Struktur organisierte Jos de Blok Buurtzorg als Netzwerk von vollständig autonomen Teams mit allen Fähigkeiten und Kompetenzen, um einen regional abgegrenzten Bereich vollständig versorgen zu können. Die Art und Struktur der Arbeit einer Pflegeorganisation eignet sich dafür natürlich besonders gut, dennoch findet sich dieses Muster auch dort, wo man es weniger vermuten würde, beispielsweise beim französischen Druckgusshersteller FAVI. Auch dort arbeiten die etwa 500 Mitarbeiter in autonomen und in sich abgeschlossenen Mini-Fabriken mit 15 bis 35 Mitarbeitern, die jeweils einem Produkt oder einem Kunden fest zugeordnet sind. FAVI ist aber auch eines der wenigen Beispiele für die erfolgreiche Umgestaltung von einem klassisch-hierarchisch funktional gegliederten Industrieunternehmen in eine agile Organisation. Und genau dabei zeigt sich die Kraft eines weiteren Prinzips: Vertrauen statt Kontrolle. I was aware that in order to become a responsive organization, decisions needed to be made by the workers themselves, …

Schachmeister oder Gärtner?

Gerne wird das Militär als Beispiel und Blaupause für hierarchische Organisationen angeführt. Zu Recht da sich im Zuge der Industrialisierung tatsächlich viele Unternehmen sich von der Organisation des Militärs inspirieren ließen, so dass nicht selten heute noch manches Unternehmen mit Command and Order geführt wird. Dabei wird gerne vergessen, dass das Militär gerade in komplexen und undurchsichtigen Situationen – und die werden immer mehr – schon länger auf die Geschwindigkeit und Effektivität von Autonomie und Selbstorganisation setzt.

Absicht statt Anweisung

Wie soll man ein Atom-U-Boot befehligen, wenn man es selbst nicht gut genug kennt mit einer Crew die es gewohnt ist Befehle unhinterfragt auszuführen? Diese Frage musste sich David Marquet stellen als er überraschend das Kommando auf der USS Santa Fe übernehmen musste, obwohl er über ein Jahr für den Einsatz auf einem U-Boot eines ganz anderen Typs trainiert worden war. Die Fragestellung lässt sich leicht auf viele Führungssituation und Führungskräfte auf der Suche nach neuer Führung übertragen. Die Antwort von David Marquet, mit der er sprichwörtlich das Schiff herumriss und es nachhaltig vom schlechtesten Schiff in der Flotte zum besten verwandelte, hoffentlich auch: Er schwor sich und der Crew, nie wieder einen Befehl zu geben und verschob damit die Autorität zur Entscheidung wieder dorthin, wo auch das Wissen, die Erfahrung und Information dazu war. David Marquet liefert mit seiner Geschichte ein inspirierendes Beispiel von Empowerment und Selbstorganisation in einem Umfeld in dem man es nicht erwartet hätte.

Methode oder Persönlichkeit? Weder noch!

Das Projektmagazin hat zur Blogparade aufgerufen mit der Frage „Klassisch, agil oder egal: Ist ein guter Projektleiter mit jeder Methode erfolgreich?“ Es soll dabei der Frage auf den Grund gegangen werden, „was wichtiger ist: Die Projektmanagement-Methode oder die Persönlichkeit des Projektleiters.“ Auch wenn ich zunehmend der Meinung bin, dass Projekte zu schwerfällige Konstrukte zur Veränderung sind und wir eigentlich agile Organisationen und kontinuierlichen Wandel jenseits von Projekten anstreben müssen, will ich mich der Frage doch nicht entziehen und sie mit einem ganz klaren „weder noch“ beantworten.

Führung heißt, andere erfolgreich machen

Führungsphilosophien gibt es mehr als genug, auch hier im Blog. Manche sind klar und verständlich, andere eher eine lose Aneinanderreihung von gängigen Schlagworten. Da Führung mit Menschen zu tun hat, geben Führungsphilosophien immer auch Aufschluss über das jeweilige Menschenbild. Sundar Pichai, der CEO von Google, hat für sich und Google eine sehr prägnante und positive Philosophie gefunden, die auf dem Weg zu Neuer Arbeit viele inspirieren sollte: Führung heißt, andere erfolgreich machen.