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Neue Führung missverstanden

Das Bonmot von Peter F. Drucker, dass Kultur jede Strategie zum Frühstück verspeist, gilt auch und ganz besonders für diejenigen, die neue Führung auf Augenhöhe in einer andersdenkenden Umgebung wagen. Wo Führung normalerweise durch Micromanagement und Überbehütung gekennzeichnet ist, wird Führung zur Selbstführung irgendwo zwischen Faulheit, Unfähigkeit und Vernachlässigung der Fürsorgepflicht interpretiert.

Nicht an den Radieschen ziehen!

Es gibt sie immer noch die klassische Zwangsstörung des Micromanagement. Trotz des Wunsches nach mehr Agilität und des Bekenntnisses zu Selbstorganisation und Empowerment. Oder vielleicht gerade deswegen. Doch wer ständig an den Radieschen zieht, sollte sich nicht über den geringen Ertrag wundern. Gerade wegen der Intensivbetreuung. Wie im Gemüsegarten braucht es auch in der Zusammenarbeit von Menschen neben der Kenntnis der Wirkzusammenhänge und Einflussfaktoren in erster Linie Vertrauen und Geduld.

Führen heißt entscheiden

Eine ganz wesentliche Aufgabe von Führung ist es, Entscheidungen zu treffen. Und zwar so, dass die Betroffenen bereit sind, den Entscheidungen zu folgen. Das setzt zuallererst voraus, dass die Führungskraft ein klares Verständnis davon hat, was sie entscheiden muss und vor allem was sie im Sinne der Subsidiarität nicht entscheiden soll und darf. Viele Führungskräfte entscheiden zwar viel, aber letztlich doch nur auf der Arbeitsebene, was zur Folge hat dass die wichtigen, aber selten dringenden, Entscheidungen auf ihrer eigentlichen Führungsebene nicht oder nur unzureichend getroffen werden.