Alle Artikel mit dem Schlagwort: Motivation

Ziel und Strafe

Wohl kein Führungsinstrument ist so verbreitet wie »Management by Objectives« (MbO), also das Führen mit Zielen. Von Peter Drucker bereits 1954 vorgeschlagen, setzte sich das damals durchaus löbliche und innovative Konzept, anstatt starrer Anweisungen gemeinsam Ziele zu vereinbaren, innerhalb derer eigenverantwortlich agiert werden soll, schnell durch. So wie jeder Hammer Werkzeug und Waffe sein kann, gibt es nützliche und schädliche Anwendungen des Führens mit Zielen.

„Wer ein WARUM zum Leben hat, erträgt fast jedes WIE.“

Führung bedeutet zu einem großen Teil Sinnstiftung und Vertrauen, dass die Menschen gemäß dem erkannten Sinn handeln. Die Motivation von Menschen ist entscheidend von Sinnhaftigkeit der Aufgaben und Ziele getragen.[1. vgl. Motivation: Was Menschen wirklich motiviert]. Je besser jemand das WARUM verstanden und zu seinem WARUM gemacht hat, desto motivierter wird er das WIE gestalten und, wenn es sein muss, auch ertragen. Das erkannte schon Friedrich Nietzsche, von dem das Zitat im Titel stammt. Viktor Frankl begründete darauf die Logotherapie. Nur im Kontext von Führung wird dieses Wissen gerne ignoriert.

Messen und Steuern mit Maß und Ziel

Was man nicht messen kann, kann man nicht kontrollieren.[1. Buchtitel eines der ersten Bücher von Tom deMarco: Was man nicht messen kann, …: … kann man nicht kontrollieren.] Die Messbarkeit hat Grenzen. Jenseits dieser Grenzen gibt es elementar wichtige Dinge, die Führungskräfte trotzdem beeinflussen müssen. Ich gehe noch einen Schritt weiter: die Aufmerksamkeit von Führungskräften muss genau bei den nicht messbaren Dingen sein. Dort liegen Kreativität, Motivation, Engagement, Werte, etc. Die nicht messbaren Faktoren entscheiden langfristig über Erfolg oder Misserfolg.