Alle Artikel mit dem Schlagwort: Organisationsrebellen

Mut – Die unterschätzte Tugend

Für Winston Churchill war klar, dass ohne Mut alle anderen Tugenden bedeutungslos werden. Nicht nur gesellschaftlich und politisch brauchen wir den Mut so dringend wie schon lange nicht mehr, auch unseren Unternehmen und ihren Mitarbeitern täte mehr Mut gut. Wir brauchen einen Mutanfall, wie Harald Schirmer das ausdrückt, um traditionelle Organisationen zukunftsfähig zu gestalten. Das bisherige absolutistisch-hierarchische Bauprinzip hat endgültig ausgedient. Unsere Unternehmen brauchen im Zeitalter von Digitalisierung und Wissensarbeit eine neue Aufklärung mit konsequenterer Gewaltenteilung. Immanuel Kants Leitspruch für die Aufklärung sollte deshalb über jeder Pforte stehen: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“

Organisationsrebellen: Veränderung braucht Störung

Aristoteles meinte einst: „Ein guter Mensch ist nicht immer ein guter Bürger.“ Entsprechend ist ein guter Mitarbeiter nicht immer ein angepasster Mitarbeiter. Organisationsrebellen sorgen deshalb für Störung und halten die Organisationen lebendig. Anlässlich der Blogparade #Organisationsrebellen gibt dieser Beitrag einen Überblick über das gepflegte Rebellentum beginnend mit einer Herleitung aus dem zivilen Ungehorsam über die Prinzipien für Organisationsrebellen bis zur Frage, wie man solche Rebellen fördert, fordert und coacht.

Organisationsrebellen: Wider den Gehorsam

Organisationsrebellen sorgen für Irritation und halten dadurch Organisationen lebendig. Sie handeln nach klaren Prinzipien zum Wohle ihrer Organisation als das was und wie diese eigentlich sein sollte. Dazu stellen sie immer wieder den Status Quo in Frage und leisten so letztlich zivilen Ungehorsam in der Organisation. Ein guter Mensch ist nicht immer ein guter Bürger. Aristoteles Der zivile Ungehorsam hat eine lange Tradition. Seine Ursprünge reichen bis in die Antike zurück. Bekannt wurde der Begriff spätestens durch das Essay „On the Duty of Civil Disobedience“ von Henry David Thoreau, in dem er erklärte, warum er aus Protest gegen den Krieg gegen Mexiko und die Sklavenhaltung keine Steuern mehr bezahlte. Er verstieß damit ganz bewusst und öffentlich gegen geltendes Recht, um auf eine (in Bezug auf ein höheres Recht begründete) Unrechtssituation hinzuweisen und durch diesen gewaltfreien öffentlichen Akt des Protests eine Veränderung zu bewirken. Ein anderes Beispiel für einen Akt des zivilen Ungehorsams ist der berühmte Salzmarsch von Mahatma Gandhi, mit vielen Mitstreitern ans Meer zog, um dort Salz zu sammeln und so öffentlich das als …

Organisationsrebellen führen, fordern, coachen

Veränderung braucht Störung. Jede Organisation braucht Menschen, die den Status quo hinterfragen. Als Hofnarren oder als Organisationsrebellen sorgen sie für konstruktive Irritation und verhindern so gefährlichen Stillstand. Nach den an die Organisationsrebellen selbst gerichteten zehn Prinzipien stellt sich nun natürlich die Frage, wie man als Führungskraft eine Umgebung für konstruktives Rebellentum schafft und Rebellen führt, fordert und coacht.

10 Prinzipien für Organisationsrebellen

Der Veränderungsdruck steigt in den Unternehmen. Beidhängigkeit, organisationale Ambidextrie, ist gefragt: Ausnutzung von Bestehendem und gleichzeitig Erkundung von Neuem. Wie aber kommt das Neue ins Unternehmen? Und wie kommt es dann an? Die übliche tayloristisch-hierarchische Struktur und Arbeitsweise ist einseitig auf die effiziente Ausnutzung bestehender Geschäftsmodelle und Produkte ausgerichtet. Wirklich Neues, das nicht nur eine inkrementelle Verbesserung des Bestehenden ist und gerade deshalb möglicherweise den Keim für den Erfolg von morgen oder übermorgen in sich trägt, gedeiht in solchem Rahmen leider nicht sehr gut: Weder das neue Geschäftsmodell oder Produkt, das neben den Cash-Cows unwichtig erscheint, noch innovative Formen der Organisation, Führung und der Zusammenarbeit, die zunächst immer verstörend wirken. While it’s true that every company needs an entrepreneur to get it under way, healthy growth requires a smattering of intrapreneurs who drive new projects and explore new and unexpected directions for business development. Richard Branson Wer als Mitarbeiter trotzdem dem gerne und leichthin formulierten Anspruch unternehmerisch zu denken und zu handeln gerecht werden will, eckt also automatisch an. Und das ist auch gut so, …