Alle Artikel mit dem Schlagwort: Projektmanagement

Methode oder Persönlichkeit? Weder noch!

Das Projektmagazin hat zur Blogparade aufgerufen mit der Frage „Klassisch, agil oder egal: Ist ein guter Projektleiter mit jeder Methode erfolgreich?“ Es soll dabei der Frage auf den Grund gegangen werden, „was wichtiger ist: Die Projektmanagement-Methode oder die Persönlichkeit des Projektleiters.“ Auch wenn ich zunehmend der Meinung bin, dass Projekte zu schwerfällige Konstrukte zur Veränderung sind und wir eigentlich agile Organisationen und kontinuierlichen Wandel jenseits von Projekten anstreben müssen, will ich mich der Frage doch nicht entziehen und sie mit einem ganz klaren „weder noch“ beantworten.

Projekt und Prozess

Alle Organisationen die viele Projekte durchführen kommen früher oder später einen Punkt, an dem die Rufe nach einer Standardisierung der Projektdurchführung nicht mehr ignoriert werden können. Die Logik dahinter ist einfach: wo immer gleichartiges in großer Menge über verschiedene Schritte arbeitsteilig abgearbeitet wird, braucht es eine verbindliche Beschreibung der Schritte und der jeweiligen Akteure mit ihrer Verantwortung. Was kann also falsch daran sein, den Wildwuchs in der Projektdurchführung einzudämmen und ein für alle verbindliches Prozessmodell für Projekte auszurollen?

IT-Projekte: Tickende Zeitbomben

Ihr kennt das. Neue oder verbesserte Software für einen neuen oder verbesserten Geschäftsprozess. Beides gleichzeitig entwickelt und ausgerollt. Des schnellen Nutzens wegen. Funktioniert aber in den wengisten Fällen. Und dann? Richtig! Schuld ist die IT. Schaffen es Mal wieder nicht den ungaren Prozess in eine reife Software zu gießen. Ein kurzer Exkurs über das vorprogrammierte Scheitern von IT-Projekten.

Modernes Projektmanagement: Eine Frage der Flexibilität

Neben der Haltung, Führungsphilosophie und des Menschenbilds ist modernes Projektmanagement in erster Linie eine Frage der Flexibilität. „Responding to change over following a plan“ heißt es dazu im Agilen Manifest. Projekte waren definitionsgemäß noch nie vollständig planbar, das Management von Änderungen gehörte schon immer zum Geschäft. Mittlerweile leben wir in Zeiten in denen es »normal ist, dass vieles anders ist und immer schneller anders wird« (Karl-Heinz Geißler). Vorbei sind die Zeiten in denen man gemächlich für träge Massenmärkte produzierte. Mit anderen Worten das Umfeld der Projekte ist nun so instabil und komplex, dass die Änderung, die einst als Ausnahmefall gedacht war, mittlerweile der Regelfall ist.