Alle Artikel mit dem Schlagwort: Rollen

Organisierte Verantwortungslosigkeit

So geht das aber nicht! Jedes Spiel verläuft völlig anders. Diese Fußballmannschaft braucht dringend mehr Ordnung für reproduzierbare Erfolge. Ab sofort gibt es klare Rollen mit Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung für jede Position auf dem Spielfeld. So schwierig ist das doch nicht. Und auf Basis einer umfangreichen Analyse unserer besten Spielzüge und denen der Gegner definieren wir saubere Angriffs- und Verteidigungsprozesse. Klingt komisch? Richtig, aber warum glauben wir dann immer noch, dass sich deutlich komplexere Mannschaftsleistungen in unseren Unternehmen derart zum Erfolg führen lassen?

Die Krux mit der Matrix

Projekte sind Teamarbeit. Gute Teams machen Projekte erfolgreich. Aus Menschen mit unterschiedlichen Charakteren und Interessen ein performantes Team zu formen ist daher eine der wesentlichen Führungsaufgaben im Projektmanagement. Viel zu oft wird diese Aufgabe aber gerade in großen und streng prozessgläubigen Unternehmen systematisch sabotiert, ignoriert oder unterschätzt. Die Folge sind Projekte die weder Spaß machen noch Erfolg haben.

Vorsicht bei der Vermischung von Rollen

Am Rande der Diskussion zum letzten Artikel über die Rolle des Chefarchitekten beschrieb Thilo Niewöhner eine nützliche Leitlinie für die Besetzung von Projektrollen, die nicht in den Kommentaren untergehen sollte: Besser dieselbe Expertenrolle in verschiedenen Projekten ausüben als mehrere verschiedene Rollen im selben Projekt. Insbesondere wenn es um die Vermischung von Rollen auf Führungs- mit Rollen auf Arbeitsebene geht, möchte ich diese Leitlinie dick unterstreichen.

Der Blick für die Gesamtlösung

In meinen Softwareprojekten gibt es immer mindestens eine Person, die einen Blick auf die technische Gesamtlösung hat. Dieser technische Chefdesigner ist dafür verantwortlich, das die Software am Ende ein in sich stimmiges Gesamtbild ergibt. Keine leichte Aufgabe, die zudem nicht immer explizit so als Rolle benannt und besetzt wird, sondern irgendwie nebenbei erledigt werden soll. Ich halte aber genau das für einen entscheidenden Erfolgsfaktor in Softwareprojekten.