Alle Artikel mit dem Schlagwort: Scheitern

Die Ästhetik des Scheiterns

In Japan gibt die Kunst des Kintsugi. Bei dieser traditionellen Reparaturmethode wird zerbrochene Keramik mit einem Lack geklebt in den Gold-, Silber oder Platinpulver gemischt wurde. Anstatt die Bruchstellen bestmöglich zu kaschieren, werden diese hervorgehoben. Der Makel wird als wichtiger Teil der Historie des Objekts betrachtet und genau in dieser einzigartigen Unvollkommenheit wird die eigentliche Schönheit gesehen. In dieser kunstvollen Reparatur zeigt sich deutlich das Prinzip des Wabi-Sabi, das von buddhistischen Autor Taro Gold treffend als „the wisdom and beauty of imperfection“ beschrieben wird. I have not failed. I’ve just found 10,000 ways that won’t work. Thomas A. Edison Es ist alles eine Frage der Ästhetik im ursprünglichen Wortsinn, der nichts mit Schönheit zu tun hat sondern lediglich Wahrnehmung bedeutet. Eine zerbrochene Teeschale kann einerseits als Katastrophe und als Ende der Schale wahrgenommen werden oder andererseits als Übergang zu einem anderen und noch schöneren Zustand gesehen werden. Die zerbrochene Teeschale bleibt immer gleich, nur unsere Sicht darauf und unser Umgang damit ändert sich. Success is not final, failure is not fatal: it is the courage …

Scheitern zum Erfolg

Was Projekte und insbesondere große IT-Projekte betrifft, gibt man sich allzu oft der Illusion der Planbarkeit hin. Die inhärente Komplexität von Vorhaben will man durch genaue Planung in den Griff bekkommen. Genaue Planung setzt aber voraus, dass die Zusammenhänge genau verstanden werden können, was gerade bei komplexen Vorhaben per Definition nicht der Fall ist. Was aber prinzipiell im Detail nicht planbar ist, wird sich nicht auf geradem Wege erreichen lassen. Fehlversuche oder wenigstens Abweichungen sind also kein Makel, sondern haben Methode.

IT-Projekte: Tickende Zeitbomben

Ihr kennt das. Neue oder verbesserte Software für einen neuen oder verbesserten Geschäftsprozess. Beides gleichzeitig entwickelt und ausgerollt. Des schnellen Nutzens wegen. Funktioniert aber in den wengisten Fällen. Und dann? Richtig! Schuld ist die IT. Schaffen es Mal wieder nicht den ungaren Prozess in eine reife Software zu gießen. Ein kurzer Exkurs über das vorprogrammierte Scheitern von IT-Projekten.