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Das Team, das Produkt und der ganze Rest

Rund um Agilität gibt es ein grundlegendes Missverständnis. Dieses Missverständnis beginnt im Titel des Manifests für agile Softwareentwicklung. Unter Softwareentwicklung verstanden viele über zu lange Zeit das Übersetzen von Spezifikationen in Code durch austauschbare Programmierer, die dadurch (und oft verstärkt durch Vertragsverhältnisse) komplett den Kontakt zu ihren Kunden und ihrem Produkt verloren hatten. Und viele verstehen unter Softwareentwicklung genau das heute noch. Nur in kürzeren Zyklen. Agil eben. Den Autoren des Manifests, die allesamt leidenschaftliche Softwareentwickler waren, ging es aber um etwas anderes. Ihnen ging es darum, die Softwareentwicklung wieder als Zentrum der Wertschöpfung zu begreifen und die ganze in schwergewichtige Prozesse gegossene und in Organisationsstrukturen erstarrte Verschwendung um dieses Zentrum herum zu eliminieren. Es ging ihnen darum, als langlebiges Team in gemeinsamer Verantwortung erfolgreiche Produkte zu entwickeln. Und dazu darf es keine Mittelsmänner zwischen Team und Kunden mit entsprechenden Artefakten und Übergaben geben. Stattdessen müssen Fachexperten und Entwickler täglich zusammenarbeiten, um den Markt, das Produkt und den Lösungsraum gemeinsam zu erforschen.