Alle Artikel mit dem Schlagwort: Teamentstehung

Teamentstehung braucht Zeit

Teams entstehen nicht, indem jedem Mitglied eine Rolle zugewiesen wird. Die Rollen zu besetzen bedeutet nur, dass nun jeder sein Instrument kennt. Und mit viel Glück passt diese Besetzung tatsächlich zu den jeweiligen Fähigkeiten der Mitarbeiter. Die Besetzung eines Orchesters führt aber nicht automatisch zu Wohlklang. Die eigentliche Arbeit beginnt erst nach der Besetzung. Erst durch Übung zeigt sich, ob das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile — oder doch nur Chaos.

Qualität als Keimzelle produktiver Teams

Rein sachliche Arbeit ohne emotionale Störungen gibt es nicht. Wo Menschen sind, gibt es immer Emotionen. Die (sachliche) Arbeit beeinflussen unsere Emotionen aber nicht nur negativ. Exzellente Leistungen entstehen nicht durch sachliches Abwickeln, sondern erfordern eine gehörige Prise Leidenschaft. Wenn Emotionen unvermeidlich und sogar wünschenswert sind, bleibt die Frage wie man sinnvoll damit umgeht.

Produktive Teams werden nicht geformt, sie entstehen

Tom deMarco und Timothy Lister schlagen in Peopleware: Productive Projects and Teams vor den Begriff  Teambildung durch Teamentstehung (Team-Growing) zu ersetzen. Teambildung suggeriert einen aktiven Beitrag einer Führungskraft zum Aufbau des Teams, der gerne falsch verstanden wird. Teamentstehung heißt Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein produktives Team wachsen lassen. Die Führungskraft, die ein produktives Team erhalten will, kann nur indirekt Einfluss nehmen. Ihre Tätigkeit ähnelt der eines Landwirts, der pflügt, sät und düngt und ansonsten der Natur ihren Lauf lässt.