Alle Artikel mit dem Schlagwort: Werte

Freude am Arbeiten

Von vielerlei Werten ist die Rede in Unternehmen. Auf Verantwortung, Offenheit und Transparenz können sich die meisten noch einigen. Oft bleiben diese Werte schöne Sonntagsreden, ohne Wirkung beim Montagsmeeting. Zu dominant ist die Angstkultur vielerorts. Entsprechend selten liest man das Glück der Mitarbeiter oder auch nur die Freude am Arbeiten als grundlegenden Wert. Genau hierin unterscheiden sich aber menschliche von mechanistischen Organisationen. Und genau dieser Unterschied wird künftig immer mehr einen Unterschied machen.

Wertschöpfung durch Wertschätzung

Henry Ford beklagte sich einst, dass es die dringend benötigten Hände immer nur in Verbindung mit einem Gehirn gäbe: „Why is it every time I ask for a pair of hands, they come with a brain attached?“ Damit beschrieb er zugleich das wesentliche Prinzip des Taylorismus, nämlich die Reduktion des Menschen auf den ihm zugeteilten Arbeitsschritt und seine Rolle im Prozess. Was damals zwar auch unmenschlich, aber höchst erfolgreich war, ist in unserer heutigen VUCA-Welt weder wertschätzend noch wertschöpfend.

Wenn Werte kollidieren

Wo immer Menschen zusammen leben und arbeiten, spielen Wertvorstellungen eine wichtige aber oft sträflich unterschätzte Rolle. Obwohl sie das Fundament unseres Zusammenlebens bilden, reden wir über unsere Werte nur selten explizit, sondern lassen eher unterschwellig durchblicken, was uns gefällt oder missfällt. Erst wenn Konflikte zu Tage treten, werden verletzte Wertvorstellungen zum Thema. Hinzu kommt, dass wir häufig unsere Werte gar nicht klar benennen können und schon unser eigenes Wertesystem nicht widerspruchsfrei ist. Vor diesem Hintergrund der schlecht zugänglichen und widersprüchlichen Werte eines einzelnen Menschen, stellt die Zusammenarbeit vieler unterschiedlich sozialisierter Menschen eine ganz besondere Herausforderung dar. Insbesondere in Projektteams, denen selten die nötige Zeit zum Aushandeln und Ausbilden gemeinsamer Werte bleibt.

Leere Worte

Wie entsteht in einer Gruppe von Menschen, sei es ein Projektteam, eine Abteilung oder ein Unternehmen, ein Gefühl von Zugehörigkeit? Am Beispiel von IT-Dienstleistern war bereits die Rede von einem bewusst zu gestaltenden Gravitationszentrums. Ein gemeinsamer Kern, eine gemeinsame Vision basierend auf gemeinsamen Werten, kurzum: etwas, wozu sich die Mitarbeitern mit Stolz bekennen und sich zugehörig fühlen. Nun ist es eine Sache, einen solchen Kern zu proklamieren, aber eine ganz andere die Vision und Werte begreifbar und erlebbar zu machen. Leider passen die schönen Sonntagsreden oft so gar nicht zur alltäglichen Realität im Team oder Unternehmen. Die leeren Worte verhallen ohne Wirkung.

Tugenden eines Projektleiters: Gerechtigkeit

Methodische Fertigkeiten und fachliches Wissen alleine machen noch keinen guten Projektleiter. Weitaus wichtiger ist sein Wirken als Führungskraft. Wirksame und erfolgreiche Führungskräfte arbeiten auf einem soliden Fundament vonWerten. Diese lassen sich zurückführen auf klassische Kardinaltugenden (von lat. cardo, „Türangel, Dreh- und Angelpunkt“). In einer Serie von Artikeln werden diese Tugenden im Kontext von Führungsarbeit und insbesondere im Projektkontext interpretiert. Der vierte und letzte Teil der Serie ist der Gerechtigkeit gewidmet.