Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wissensarbeit

Verwalten Sie noch oder führen Sie schon?

Management works in the system; leadership works on the system. (Steven Covey) Management und Führung (Leadership) sind beide nützlich. Weder ist das eine gut, noch das andere schlecht. Höchstens für eine konkrete Aufgabe unpassend. Treten wir also einen Schritt zurück und betrachten die Aufgabe des (IT‑)Projektmanagments unter diesem Blickwinkel: Wieviel Führung braucht ein Projekt und wieviel Management verträgt es?

Rework

Not only is workaholism unneccessary, it’s stupid. Working more doesn’t mean you care more or get more done. It just means you work more. Mit solchen, teilweise provokanten, manchmal auch arroganten Thesen begeistern Jason Fried und David Heinemeier-Hansson mit ihrem Buch Rework Amerika und England bereits seit Mai. Auf den dortigen Bestseller-Listen ist das Buch Dauergast. Die deutsche Übersetzung Rework: Business – intelligent & einfach erscheint am 13. September 2010. Vieles wurde über das Buch schon geschrieben. Auch mich hat es sehr inspiriert.

Pragmatische Methodik

Tom deMarco und Timothy Lister sind keine Freunde überbordender Reglementierungswut: Voluminous documentation is part of the problem, not part of the solution. Auch Stefan Hagen zieht aus den Umfrageergebnissen zu Spielregeln im Projektmanagement das Fazit: Regeln ja, aber praktisch handhabbare. Was unterscheidet aber eine gute, also pragmatische, Methodik von einer schlechten? Ich meine der Unterschied liegt weniger im Inhalt als an der Motivation für die Einführung der Methodik.

Vertrauen motiviert

Wenn andere Menschen Vertrauen in mich haben und es mir zeigen, bin ich bemüht dem gerecht zu werden. So weit, so selbstverständlich. Unser täglicher Umgang miteinander folgt jedoch zu oft einem Paradigma des Misstrauens, insbesondere in der Arbeitswelt: Arbeitszeiten werden erfasst und kontrolliert, Teile des Gehalts einbehalten und „Incentive“ genannt oder die Internetnutzung am Arbeitsplatz protokolliert, um nur einige Beispiele zu nennen. Wenn jemand Grund gehabt hätte, den Menschen zu misstrauen, dann Viktor Frankl. Er selbst überlebte den Holocaust, verlor in den Konzentrationslagern aber seine Frau und einen Großteil seiner Familie. Den Glauben an das Gute im Menschen hat er dennoch nicht verloren. Im Gegenteil: Im folgenden Video erklärt er, warum es nötig ist den Menschen mit Vertrauen zu begegnen.

Wertschätzung zahlt sich aus

In ihrem großartigen Vortrag „Keine Panik“ am 21.07.2010 im Rahmen des IF-Forums hat Gabriele Fischer von brandeins sehr viele Denkanstöße gegeben. Am meisten beeindruckt hat mich aber eine Randbemerkung. brandeins arbeitet mit relativ wenigen Festangestellten und vielen freiberuflichen Journalisten. Laut Frau Fischer funktioniert dies aus einem einfachen Grund so gut: Auch die freiberuflichen Journalisten werden wie Menschen behandelt. Der Erfolg gibt Frau Fischer Recht: Wertschätzung zahlt sich aus.